Ein guter Redakteur ist nicht gleich einem guten Online-Redakteur gleichzusetzen. Auch wenn ein Journalist und Radakteur einer Zeitung bestimmte Regeln beachten muss, kann dieser schreiben um gelesen zu werden. Ein Radakteur einer Online-Redaktion sollte hingegen nicht (nur) schreiben um gelesen zu werden, sondern viel mehr so schreiben, um gefunden zu werden.

Während eine Zeitung gekauft und gelesen wird, wird ein Online-Artikel vom späteren Leser zuerst durch die Eingabe von Suchbegriffen in der Suchmaschine gesucht. Wer mit seiner Webseite in der weltweit größten Suchmaschine Google, aber auch in anderen Suchmaschinen, weit vorne gelistet werden und demnach schneller gefunden werden möchte, sollte einige Regeln bei der Erstellung des Contents berücksichtigen, auf diese ich in diesem Artikel weiter eingehen werde.

Bevor es mit dem eigentlichen Schreiben losgeht:

Nutzer analysieren um Keywords zu bestimmen

Mit einem Blick in die Statistik Ihrer Webseite mittels Web-Analyse-Tools können Sie leicht herausfinden, woher der User auf ihre Webseite gelangt und welche Interessen er verfolgt, bzw. mit welchem Suchwort er auf die Seite gekommen ist. Daraufhin lassen sich bestehende, aber auch neue Keywords bestimmen. Je genauer ein Keyword oder eine Keyword-Kombination auf der Webseite abgebildet wird, desto höher die Chance für eine höhere Position in Suchmaschinen.

Ein weiteres Thema: Keyword-Kombination und Text-Erstellung

1. Besser getrennt als zusammengeschrieben

Onlinemarketingagentur -> Online-Marketing-Agentur

Google ist heute in der Lage, unterschiedliche Schreibweisen eines Begriffs in einem künstlich errechneten Wortstamm zusammenzuführen und erkennt die einzelnen Wörter in Zusammensetzungen. Das bedeutet, dass Sie nicht nur Zwecks der übersichtlichen Zusammensetzungen den Text lesbarer für den Nutzer machen, sondern auch gleichzeitig mit beiden, in diesem Fall alle drei Suchbegriff-Varianten besser gefunden werden.

2. Das Wichtigste gehört an den Anfang

Der Google-Algorythmus versucht das menschliche Verhalten zu imitieren und setzt demnach bei der Auslesung des Inhalts verstärkt auf die ersten Absätze und auf die Überschriften. So ist es von Vorteil, wenn Sie die wcihtigsten Schlüsselwörter am Anfang des Textes benennen. Keywords sollten ruhig mehrfach auf der Seite eingesetzt werden. Wie relevant eine Webseite in Bezug auf einen Suchbegriff ist, erkennen Suchmaschinen auch daran, wie häufig der jeweilige Suchbegriff auf der Webseite geschrieben steht.

3. Synonyme verwenden

Synonyme können dabei Abhilfe leisten, um nicht fast den ganzen Text mit nur einem identischen Begriff zu gestalten. Doch Vorsicht ist geboten. Eine hohe Anhäufung von Synonymen kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass die Webseite von Anti-Spam-Filtern erkannt, als Manipulationsversuch interpretiert und demnach abgestraft wird.

4. Die Dinge beim Namen nennen

Metaphern können einen Text anschaulich für den Leser machen. Doch man darf nicht voraussetzen, dass auch jeder Leser diese Metaphern, Redewendungen versteht, bzw. den Sinn, der da hinter steht, falsch interpretiert. Das führt dazu, dass der Leser nicht lange auf der Webseite verweilt. Wenn man hierbei aus Suchmaschinen-Sicht schaut, geht ganz klar heraus, dass es nichts bringt, wenn man anstelle von „aufgeben“ – „die Flinte ins Korn werfen“ schreibt, wenn man mit „aufgeben“ gefunden werden möchte.

5. Gut strukturiert schreiben

Der Leser, auch die Suchmaschine erkennt gut strukturierte Texte und bewertet diese Texte mit Absätzen oder teilweise fett markierten Bergriffe positiv. Doch auch hierbei sollte der Lehrsatz gelten – weniger ist manchmal mehr.

Für den Nutzer schreiben

Webseiten sollten nach allen Aspekten der Suchmaschinenoptimierung in erster Linie für die Nutzer und nicht für die Suchmaschinen erstellt werden, denn Google verbessert seinen Algorythmus, indem es vermehrt auf das User-Verhalten achtet. Dabei werden menschliches Verhalten studiert, Empfehlungen aus sozialen Netzwerken ins Ranking einbezogen und das Klick- und Surfverhalten ausgewertet.

Fazit:

Es ist oft ein Spagat zwischen einem guten Artikel für den Leser und einem Suchmaschinen-optimierten Text. Wenn man jedoch die genannten Tipps berücksichtigt, vor allem die Interessen der Leser verfolgt und an einer Themenrelevanz festhält, werden sich die Besucherzahlen erhöhen und sich die Sichtbarkeit in Suchmaschinen verbessern.

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