Produktinformationsmanagement ermöglicht es Online-Händlern, ihr gesamtes Sortiment zentral für unterschiedliche Kanäle zu verwalten.

In vielen Unternehmen werden Produktinformationen nicht zentral gepflegt, sondern sind unstrukturiert über mehrere Abteilungen wie Ein- und Verkauf, Marketing oder Support verteilt. Schon bei einer an sich überschaubaren Anzahl an Produkten gestaltet sich die Pflege der Produktinformationen bei solch einer Konstellation als schwierig, und führt häufig dazu, dass unvollständige bzw. widersprüchliche Informationen an den Kunden gelangen. Zusätzlich erschwert wird die Verwaltung der Produktinformationen durch die steigende Zahl von Vertriebskanälen. Inzwischen gilt es, die Daten nicht mehr nur für Printkataloge oder die eigene Webseite aufzubereiten, sondern – sowohl im Vertrieb als auch im Marketing – eine Multi Channel-Strategie zu verfolgen.

Mit PIM die unterschiedlichsten Vertriebskanäle bedienen
Produkt-Informations-Management

Dies gilt insbesondere im E-Commerce, der eine Vielzahl unterschiedlicher Plattformen wie die SEA-Plattformen Google Adwords Anzeigen und Bing Ads Anzeigen, digitale Marktplätze oder Preissuchmaschinen bietet, die alle zuverlässig mit passenden Informationen über die Produkte versorgt werden müssen.

PIM reduziert Arbeitsaufwand und Kosten

Produktinformationsmanagement (PIM) umfasst im Grunde sämtliche Schritte von der Erfassung der Produktinformationen in einer zentralen Datenbank über die Erstellung passender Feeds bis hin zur Auslieferung valider Daten an das jeweilige Zielsystem.

Sämtliche Informationen werden in dem zentralen PIM-System zunächst medienneutral gespeichert und dann an die Anforderungen der verschiedenen Plattformen angepasst. Normalerweise steigt der Aufwand für die Datenpflege mit einem zunehmenden, häufig wechselnden Sortiment und einer wachsenden Anzahl von Vertriebskanälen exponentiell an. Mit PIM kann man den Aufwand minimieren und Ein- sowie Verkaufsprozesse nachhaltig verbessern. Mehrfache Eingaben in verschiedenen Systemen entfallen, der Aufwand für Organisation, Pflege und Verteilung der Daten reduziert sich mit einem funktionierenden Produktinformationsmanagement deutlich. Das führt zu sinkenden Kosten, während gleichzeitig die Qualität der Produktdaten steigt.

Die Aktualisierung der relevanten Daten geht ohne großen Zusatzaufwand vonstatten. Die benötigten Informationen werden direkt aus der Artikeldatenbank des Online-Shops extrahiert. Aus diesen wird dann ein Feed erstellt, der alle relevanten Daten zu dem jeweiligen Produkt enthält und die Vorgaben des Zielsystems erfüllt. In der Regel werden die Shop-Daten einmal am Tag mit dem Feed synchronisiert und aktualisiert. Das heißt, sobald in dem Shop Änderungen an den Artikeldaten bzw. am Sortiment vorgenommen werden, fließen diese zeitnah in den jeweiligen Feed ein. Anschließend stehen die aktualisierten Informationen in den diversen Marketing-Kanälen zur Verfügung.

Produktbeschreibungen sind wesentlicher Erfolgsfaktor

Umfassende, aussagekräftige Produktdaten sind im E-Commerce-Bereich ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Erfolgsfaktor. Erstens werden potenzielle Kunden durch präzise Produktpräsentationen inklusive aktueller Bilder eher zu einem Kauf animiert, zweitens können auf diese Weise kostspielige Retouren vermieden werden. Aus einer von ibi research und der Universität Regensburg im deutschen Online-Handel durchgeführten empirischen Erhebung geht hervor, dass detaillierte Produktbeschreibungen und genaue Produktdarstellungen die mit Abstand wichtigsten Faktoren zur Verringerung der Retourenquote sind. Nach Einschätzung der befragten Online-Händler spielen andere Faktoren wie Verpackung, Kundenrezensionen oder kurze Lieferzeiten hingegen eine untergeordnete Rolle.

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