Rankings durch schlechtes SEO verlieren. Penalty droht!

Verbotene Suchmaschinen-Techniken, die von Google bestraft werden

Kann ein Kaufhaus wirklich zu all diesen Suchbegriffen auf Platz eins bei Google landen: “Kleider” UND “Bettzeug” UND “Skinny Jeans” UND “Wohnkultur” UND “Tischdecken” UND “Möbel”? Die US-amerikanische Kaufhauskette J.C. Penney rankte im Jahr 2011 genau so: für viele Begriffe aus dem weiteren Kaufhaus-Umfeld landete das Unternehmen auf Platz eins bei Google.

Nach ein paar Monaten schlug J.C. Penney sogar die Hersteller auf ihren eigenen Seiten – zum Suchbegriff “Samsonite” rankte die Kaufhauskette besser als der Hersteller selbst. Das konnte nicht im Sinne des Erfinders sein, oder des Suchenden.

Die New York Times deckte Manipulationen auf und teilte sie Google mit. Das Ergebnis: J.C. Penney stürzte für viele Suchbegriffe um 70 Positionen ab. Fortan hieß es also “Suchergebnisse Seite sieben” statt “Platz eins”. Die Kette verlor rund 90 Prozent ihres Traffics, der über die Suchmaschine kam.

Kaufhaus-Gigant J.C. Penney manipuliert Google-Index

J.C. Penney hatte Folgendes gemacht: Google belohnt Backlinks. Verlinkt Seite A auf Seite B, steigt das Ranking von Seite B. Der Kaufhaus-Gigant mit über 1000 Niederlassungen in 49 US-Bundesstaaten hatte daraufhin einfach Links eingekauft. Nach dem Motto: Liebe Seite A, verlinke doch meine Seite B, und ich gebe dir Geld dafür. Von dieser Manipulation hat aber der Google-Nutzer nichts, ganz im Gegenteil.

Also wertete Google das Ranking von J.C. Penney ab. Infolgedessen feuerte das Unternehmen seine SEO-Beraterfirmen. In der Geschichte des Google-Suchmaschinen-Algorithmus gibt es viele Beispiele von Manipulationen, die von J.C. Penney ist eine der größten. Deshalb hat Google seinen Bewertungsmaßstab immer wieder angepasst.

SEO-Techniken, die Google bestraft

  • Linkfarmen oder private Linknetzwerke ohne echten Content: eine Website, die etwa viele Links zu Geschäftspartnern, aber keine echten Inhalte enthält. “Linkfarming” wird eine Praktik genannt, bei der sich Webseiten-Betreiber untereinander verlinken, ohne dass inhaltliche Relevanz besteht. Dies wird oft automatisiert.
  • Spam jeder Art
  • Umleitungen: Seiten, die Nutzer auf eine andere Seite umleiten als diejenige, die in den Google-Suchergebnissen angezeigt wurde
  • Text, der von einer Software erzeugt wurde
  • doppelter oder plagiierter Text
  • Popups, die sich über die Hauptinhalte der Seite legen, direkt nach dem Aufruf
  • Exzessives Verwenden von Suchbegriffen (Keywords)
  • Verwendung von unpassenden Suchbegriffen
  • Unsichtbarer Text
  • Automatische Downloads von Software
  • Schadsoftware

So beugen Sie einer Abwertung von Google vor

  • Informieren Sie sich über die Google-Inhaltsrichtlinien
  • Integrieren Sie Ihre Seite in das Google-Netzwerk, geben Sie beispielsweise bei Google Maps an, wo Ihr Unternehmen zu finden ist
  • Melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto bei der Google Search Console an (https://www.google.com/webmasters/tools/) und fügen Sie dort Ihre Internetseite hinzu – die Search Console ist ein gutes Werkzeug, um aktiv etwaige Fehler oder Unstimmigkeiten auf Ihrer Site aufzudecken. Über die Search Console übermittelt Google auch Nachrichten und Sie können herausfinden, zu welchen Suchanfragen Ihre Website gefunden wird

Das können Sie tun, wenn Google Sie abgewertet hat

  • Junk-Mail-Ordner überprüfen: Haben Sie eine Mail von Google bekommen? Vielleicht ist es diesmal ja wirklich kein Spam, sondern ein ernstgemeinter Hinweis wie eine “Google Webmaster Tool Notification”, die Sie über Verstöße informiert
  • Fragen Sie: Treten Sie in Kontakt mit Google, etwa über die Google Search Console, und fragen Sie, warum Ihre Seite abgewertet wurde
  • Wenn Sie wissen, welche Technik auf Ihrer Website zur Abwertung geführt hat, entfernen Sie diese
  • Beauftragen Sie einen SEO-Experten
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