Änderungen bei Google AdWords

Mit der Einführung der neuen Conversiontypen in den USA soll die Dokumentation unterschiedlicher Arten von Conversions vereinfacht bzw. überhaupt erst ermöglicht werden. Allerdings ist noch nicht bekannt, ab wann diese Neuerung auch in Deutschland genutzt werden kann.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte Google lediglich die Typen-Bezeichnungen geändert. Schaut man jedoch unter die Haube, dann wird deutlich, dass die Datensätze, die zur Ermittlung hinzugezogen werden, von nun an individuell definiert werden können.

  • Der Typus „Conversion 1-per-click“ wird umbenannt zu „Converted Clicks“ und bezieht sich auf die Anzahl an Klicks, die wenigstens zu einer Konversion führen. Die erhobenen Daten bleiben die gleichen, nur der Typ-Name ändert sich.
  • Die „Conversions  many-per-click“ werden von nun an als „Conversions“ bezeichnet. Die Daten, auf denen dieser Typus basiert, können jetzt benutzerdefiniert angepasst werden. Der AdWords Nutzer kann somit spezifizieren, welche Conversions dokumentiert werden sollen. Wenn ein Conversion-Prozess beispielsweise aus mehreren einzelnen Conversions besteht, so kann dies nun in AdWords abgebildet werden.

Drei Wege des „Conversiontrackings“

Die neue Möglichkeit zur Differenzierung der Conversiontypen ermöglicht drei unterschiedliche Formen der Dokumentation:

  1. Alle Conversions werden gezählt, die nach einem Ad Click getätigt werden. Diese Erkenntnisse sind für Online Shops von besonderem Interesse, da so alle Clicks nachvollzogen werden können, die zu einem Verkauf führten.Beispiel: Ein Online-Reiseveranstalter bietet sowohl Mietwagen als auch Unterkünfte an und schaltet für seinen Suchmaschinenwerbung mit AdWords. Er möchte nun wissen, welche Anzeigen zur Buchung eines Fluges führen und welche zu Vermietung eines Autos. Daher möchte er alle Konversionen zählen.
  2. Bestimmte Conversions werden dokumentiert. Hierbei steht nicht die Anzahl von Konversionen im Mittelpunkt des Interesses, sondern die Erkenntnis, ob ein bestimmter Lead generiert werden konnte.
    Beispiel:
    Wenn ein Anbieter für unterschiedliche Arten von Versicherung wirbt (z.B.: Lebensversicherungen, KFZ-Versicherungen Hausratsversicherungen, etc.), dann kann jede einzelne Conversion einem anderen „Converted Click“ zugeordnet und  somit separat von einander dokumentiert werden. Beispielsweise das Ausfüllen eines Kontaktformulars zu Anforderung von Informationen zu einer bestimmten Versicherungsleistung. Wenn ein Nutzer jetzt mehrfach Informationen zu unterschiedlichen Versicherungstypen anfragt, so erhöht sich die Anzahl der Conversions. In diesem Fall liegt das Interesse des Versicherungsanbieters jedoch nicht auf dem Volumen der vollendeten Conversions, sondern auf den unterschiedlichen Leads, die generiert werden konnten.
  3. Beide Zählformen können miteinander kombiniert werden. Die Gesamtzahl an Conversionen wird ebenso gezählt, wie einzelne benutzerdefinierte Conversions.
    Beispiel:
    Eine Firma bietet Finanzdienstleistungen an und nutzt AdWords-Anzeigen, um zwei unterschiedliche Ziele zu erreichen. Zum einen den Verkauf einer Software und zum anderen das Ausfüllen eines Kontaktformulars, um eine persönliche Beratung anzufragen. Durch eine Kombination der beiden Zählformen lassen sich sowohl alle Verkäufe nachvollziehen, als auch jene Konversionen, die separat aufgeführt werden sollen.

Neue Conversiontypen bringen detaillierte Dokumentationen

Google AdWords-Nutzer erhalten eine detaillierte Einsicht in das Besucherverhalten, indem Sie die Conversions genauer definieren und somit unterschiedliche Conversion-Arten identifizieren können. Optimierungsmaßnahmen können somit zielgerichtet vorgenommen und evaluiert werden. Für manche Konten führt eine solche Anpassung nicht zu einer Verbesserung, aber Konten, die von einer dualen Zählmethode profitieren, können anhand dieser Daten entscheidend verbessert werden.

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