Wir haben in vergangenen Artikeln bereits einiges über Google Places berichtet. Heute steht jedoch Facebook Places im Fokus. Auf einigen Internetportalen ist zu lesen das Facebook Places ein Ersatz für Google Places sein könnte.

In diesem Artikel möchte ich gerne auf einige Unterschiede zwischen Facebook Places und Google Places eingehen und damit aufzeigen, warum Facebook Places zwar eine gute Ergänzung darstellt, aber bei Weitem kein Ersatz für Google Places ist.

Nichts Neues und wenig Mehrwert

Das Facebook seit gut einem Jahr den Dienst Facebook Places anbietet ist den Meisten bekannt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten für Facebook-Nutzer beispielsweise Mobil den eigenen Standort an Freunde zu übermitteln, was in diesem Fall „einchecken“ genannt wird. Zusätzlich kann noch angegeben werden, mit wem man ggf. an diesem Ort ist.  Da der Markierte Ort in Facebook je nach Privatsphäre-Einstellung anderen angezeigt wird, betreiben Facebook-Nutzer also praktischerweise ein wenig Werbung für das Unternehmen auf der Karte. Wie im KennstDuEinen Blog vor einiger Zeit berichtet wurde, tummelt sich halb Deutschland in sozialen Netzwerken. Am meisten genutzt wird laut Statistik Facebook. Das bedeutet zwar für Unternehmen, dass Zielgruppen gut erreicht werden können, allerdings muss dafür auch ein gewisser Aufwand betrieben werden. Für den Aufwand, auf den ich gleich noch näher eingehe, erhält das Unternehmen dann eine Facebook-Fan-Seite die mit einem Facebook Places Eintrag kombiniert ist (Bild 1).

Facebook-places-fan-site

(Bild 1)

Um als Unternehmen diese sicherlich lohnenswerte Kombination zu erstellen, ist es zum einen notwendig, eine Fan Seite bei Facebook angelegt zu haben. Um einen Standort nun „sein eigenen“ nennen zu können, ist es notwendig einen Ort als Unternehmen bei Facebook für sich zu beanspruchen. Die Verifizierung dafür passiert in zwei Schritten. Die Verifikations-E-Mail-Adresse muss eine Domain enthalten und es muss ein Schriftstück (z.B. eine Telefonrechnung oder Stromrechnung der Firma) an Facebook hochgeladen werden. Allein der Punkt eine interne Rechnung oder ein anderes Geschäftspapier Facebook zugänglich zu machen dürfte bereits viele Unternehmen abschrecken. Das dieser Vorgang für jede Filiale (wenn mehrere vorhanden sind) einzeln wiederholt werden muss dürfte, vor allem Unternehmen mit vielen Filialen zu aufwendig sein.

Die Lösung auf der Google Places Seite sieht dazu deutlich angenehmer aus. Durch ein Telefonat kann sich die Firma als Inhaber verifizieren. Dabei ist der Ort meistens durch Eintragungen in den verschiedenen Branchenbüchern schon vordefiniert und braucht nur noch angepasst werden. Auch das Hinzufügen von weiteren Filialen ist mit deutlich weniger Aufwand verbunden.

Der Mehrwert, den Facebook einem Unternehmen durch eine Facebook Places Seite bietet, ist meines Erachtens wirklich zu gering. Es ist für Facebook-Nutzer zwar interessant auf der Karte zu markieren wo sie gerade sind, eine Suche nach einem Restaurant oder auch einer Tankstelle etc. wird aber eher über Google Places stattfinden. Das hat nicht alleine damit zu tun, das deutlich mehr Unternehmen bei Places gelistet sind, sondern vor allem auch damit, dass keine App für ein Handy benötigt wird um von diesem Dienst zu profitieren. Wer schnell den nächsten Bäcker oder Getränkemarkt um die Ecke sucht, wird weiterhin zu Google Places greifen. Um Fans zu sammeln und eine gute Firmenpräsentation zu realisieren, ist das Facebook Profil eine gute Ergänzung zur Google Places Seite.

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