Die Branche der mobilen Kommunikation erreicht einen Rekord nach dem Anderen. Apple ist weiterhin die weltweit teuerste Marke, der Absatz an mobilen iOS Geräten nimmt ebenso zu wie der von Android Geräten. Doch Mobil ist nicht gleich Mobil. Wer von mobiler Internetnutzung spricht, der meint gewöhnlich die Nutzung über ein Mobilfunknetz wenn man gerade nicht zu Hause, am Arbeitsplatz oder an einem Hotspot sitzt, also über ein Mobilfunknetz online ist. Doch mit mobiler Nutzung sind auch alle jene Nutzungsorte gemeint, die eben genau dort sind wo gewöhnlich auch ein stationärer PC, zumindest ein Laptop genutzt werden kann.

Ein Laptop ist zwar nahezu ebenso „mobil“ wie ein Tablet, es bleibt jedoch bisher auch weiterhin bei der Definition: Tablet und Smartphone = Mobil! Und eben diese „mobilen“ Geräte, die nahezu ausschließlich per Touchscreen bedient werden, machen einen immer größer werdenden Teil der Surfer und somit auch der Käufer im www aus.

Parallele Nutzung über 50%

In einer offiziellen Google Studie zur mobilen Internetnutzung aus Februar 2012 haben 56% der deutschen Nutzer mobiler Geräte angegeben, dass sie das Gerät parallel zum Fernsehen und zum Lesen von Zeitungen und Magazinen verwenden. Daraus lassen sich zwei wichtige Punkte ableiten.

Die mobilen Nutzer sind

  1. nicht voll dabei
  2. und reagieren aktiv auf Erwähnungen in Printmedien, TV und Radio.

Nicht voll dabei soll darauf aufmerksam machen, dass bei paralleler Nutzung die Aufmerksamkeit nicht zu 100% der gerade besuchten Webseite gilt. Je einfacher und schneller der Nutzer also findet was er sucht umso größer ist die Chance eine Conversion zu erreichen.  Einfache Strukturen, eine gut durchdachte interne Verlinkung und so wenig Eingabefelder wie möglich versprechen auch bei nur geringer Aufmerksamkeit den Besucher zum Ziel zu führen.

Der Besucher der während er TV schaut mobil surft will schnell an die Informationen gelangen nach denen er sucht. Er besucht Webseiten, die in der Werbung erwähnt werden oder er will mal eben etwas „googlen“. Ist die Werbepause ist auch die Chance sehr gering eine Conversion zu erreichen.

Der meiner Ansicht nach wichtigere Punkt ist die Nutzung während des Lesens von Zeitungen und Magazinen. Die Leser nutzen das mobile Web um sich zu Themen die in den Printmedien erwähnt werden weitere Informationen zu holen. Anzeigen und Pressemitteilungen in Printmedien werden direkt in Besucher auf der jeweiligen Webseite umgewandelt. Man muss sich keine Webseiten mehr merken oder die Zeitung aufbewahren.

Die direkte Verbindung zwischen der offline Wahrnehmung und der sofortigen Umwandlung durch die Eingabe (per Hand oder QR Code) ermöglicht neue Wege im Marketing und in der Suchmaschinenoptimierung. Geht man bei der Verlinkung mit einem QR Code den Umweg über die Google Eingabemaske lassen sich Suchphrasen und die Bounce Rate beeinflussen.

Eine Antwort zu “Verknüpfung der online und offline Medien wird enger als je zuvor”

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