Die Hypertext Markup Language (HTML) dient der Strukturierung von Internetseiten und bietet zahlreiche Attribute, um die Bedeutung von Seiteninhalten für Suchmaschinen klar zu deklarieren. Für einen Suchalgorithmus ist nicht entscheidend, was tatsächlich auf einer Seite zu sehen ist, sondern die konkrete Umsetzung des Dargestellten im HTML-Quellcode.

Zum Beispiel macht es für den Suchmaschinen-Crawler einen großen Unterschied, ob eine Überschrift im Frontend mittels eines h-Tags wirklich als solche ausgezeichnet oder nur durch Fettdruck hervorgehoben wurde. Der Benutzer erkennt optisch vermutlich überhaupt keinen Unterschied, Suchmaschinen sind allerdings auf eine saubere HTML-Struktur angewiesen, um die Inhalte einer Seite richtig erkennen und auswerten zu können. Im Sinne der Suchmaschinenoptimierung sollte man daher genau darauf achten, dass sämtliche HTML-Auszeichnungen korrekt genutzt werden.

h1 bis h6: Überschriften korrekt nutzen

Quelle: http://www.bildschirmarbeiter.com/content/images/html-tags/html-tags-16.jpgEbenso wie dem Leser dienen Überschriften den Suchmaschinen zur thematischen Einordnung einer Seite. Aus diesem Grund sollten die Überschriften die in einem Artikel behandelten Punkte möglichst präzise und inhaltlich korrekt auf den Punkt bringen. Mehrdeutige, missverständliche Aussagen sowie Keyword-Stuffing gilt es zu vermeiden.

Für die Strukturierung eines Textes stehen sechs verschiedene Überschriften-Typen (<h1> bis <h6>) zur Verfügung, die sich in Größe und Relevanz unterscheiden. Idealerweise kommen pro Seite nur eine <h1> als Hauptüberschrift, maximal zwei <h2> und maximal drei <h3> zum Einsatz. Die Überschriften <h4> bis <h6> werden im Normalfall nur in langen Dokumenten verwendet, die eine besondere Gliederung benötigen.

Für die Suchmaschinenoptimierung haben die h-Tags eine große Bedeutung, da Keywords in den Überschriften höher gewichtet werden als in anderen Textelementen. Dabei gilt:

  • Je weiter vorne das jeweilige Keyword in einer Überschrift platziert wird, desto besser.
  • Ein Keyword in einer kurzen Überschrift (max. 5-7 Wörter) besitzt eine höhere Relevanz als in einer verhältnismäßig langen Überschrift.

Des Weiteren sollte die Anzahl der Überschriften in einem gesunden Verhältnis zum Umfang des Textes stehen und ausschließlich der Gliederung eines Artikels dienen. Mehrere wahllos aneinander gereihte h-Tags widersprechen dem eigentlichen Sinn einer Überschrift und können in extremen Fällen zu Abstrafungen durch Google in Form von Rankingverlusten führen. Auch Randspalten oder Teaser im Umfeld des eigentlichen Textes sollten nicht mit einem h-Tag ausgezeichnet werden.

Hervorhebungen durch Fettdruck oder kursive Schrift

Um einzelne Wörter oder Passagen innerhalb eines Fließtextes durch Fettdruck hervorzuheben, ist die Nutzung der Tags <strong> und <b> möglich. Im Oktober letzten Jahres erklärte Matt Cutts, der Leiter des Google-Webspam-Teams, dass Google bezüglich des Rankings nicht zwischen diesen beiden Tags differenziert.

Gleiches gilt auch für kursive Schrift, die sich sowohl durch <em> als auch durch <i> kennzeichnen lässt. Dass dieses Thema von Google explizit aufgegriffen wurde, verdeutlicht den Stellenwert einer korrekten Auszeichnung mit HTML-Tags für die Suchmaschinenoptimierung.

Meta-Title ein wichtiger Rankingfaktor

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Meta-Elemente, für die es zahlreiche verschiedene Attribute gibt. Für SEOs ist in erster Linie der Meta-Title (<title>) von Bedeutung, der im Dateikopf einer HTML-Datei platziert wird. Wenn er den Vorgaben von Google entspricht und relevante Keywords enthält, verwendet Google ihn für die Snippets in den Suchergebnissen. Zudem wird der Title im Browser-Tab angezeigt.

Jede URL sollte einen einzigartige Meta-Title besitzen, der aus maximal 65 Zeichen besteht, und bei dem das wichtigste Keyword möglichst am Anfang platziert wird. Längere Titles werden von Google in den Snippets abgeschnitten oder willkürlich durch einen Textauszug von der entsprechenden Seite ersetzt. Ein fehlender Meta-Title wirkt sich negativ auf das Ranking einer Seite aus, denn wenn der Crawler keinen Title-Tag findet, wird die Seite nicht vollständig indiziert. Außerdem verschenkt man so die Möglichkeit, potenzielle Besucher mit einem prägnanten Title zu einem Klick zu animieren. Durch das Zusammenspiel eines optimierten Title-Tags mit der Meta-Description lässt sich die Klickrate hingegen spürbar verbessern.

Die Description ist das zweite Meta-Element, dass Google für die Generierung des Suchergebnis-Snippets heranzieht. Sie wird von Google zwar nicht mehr direkt zur Berechnung des Rankings herangezogen, korrekt ausgezeichnete, ansprechend formulierte Meta-Descriptions können jedoch maßgeblich zur Qualität einer Seite und zum Umfang ihres Suchvolumens beitragen. Eine steigende Click-through-Rate hat wiederum einen direkten, positiven Einfluss auf das Ranking einer Seite.

Bilder-SEO verbessert die Reichweite

Auch im Bereich der Bilder spielen HTML-Auszeichnungen eine wichtige Rolle. Da Suchmaschinen nicht in der Lage sind, Bilder als solche zu erfassen, müssen die notwendigen Informationen zu einem Bild durch HTML-Attribute erfolgen. Neben einem Dateinamen, aus dem eindeutig hervorgeht, was auf dem Bild zu sehen ist, empfiehlt es sich, dem Google-Bot mit Hilfe von img-title- sowie alt-Tags weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.

Aufgabe des alt-Tags ist es, ein Bild zu beschreiben, wenn es im Browser aus technischen Gründen nicht dargestellt werden kann. Zudem wird es von Screenreadern vorgelesen, die es Blinden ermöglichen, den Inhalt einer Internetseite zu erfassen. Das alt-Tag sollte ebenso das Haupt-Keyword enthalten wie das img-title-Tag, über das man dem Bild weitere Informationen hinzufügen kann. Für den Nutzer wird der Title sichtbar, wenn er mit dem Zeiger seiner Maus kurz auf dem Bild verharrt.

Mit gut optimierten Bildern lässt sich das Potenzial nutzen, das die Google-Bildersuche für die Reichweite einer Webseite bietet. Je nach Suchanfrage werden im Rahmen der Universal Search Ergebnisse aus der Bildersuche in einer sogenannten Onebox im oberen Bereich der SERPs angezeigt. Es lohnt sich also durchaus, den Bildern auf seiner Seite Beachtung zu schenken, denn mit ordentlichem Bilder-SEO kann man es nicht nur bei Google Images ganz nach vorne schaffen, sondern sich zusätzlich eine gute Position in der organischen Suche sichern.

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