Volker Stoldt bei der sixclicks GmbH

“Ich wollte eine digitale Schnittstelle

für mein ganzes Unternehmen.”

Die Fischfritz – Erfolgsgeschichte

 

“Ich wollte eine digitale Schnittstelle für mein ganzes Unternehmen.”

20-30 Prozent Umsatz über Digital, das ist das Ziel!

Alle Welt redet zurzeit von Digitalisierung – aber gilt das wirklich für alle Betriebe?

Kann man eine Flotte von mobilen Fisch-Imbiss-Wagen digitalisieren, deren Verkaufsschlager Backfisch im selbstgebackenen Brötchen ist? Volker Stoldt, auch bekannt als Aal-Volker aus Hamburg, ist sich sicher: Man kann.

Volker Stoldt ist 1963 geboren. Der Junge wächst in Hamburg mit drei Generationen unter einem Dach auf. Gerade mal vier Jahre ist er alt, als das Schicksal die Weichen für sein Berufsleben stellt: Der neue Mann seiner Tante ist Fischhändler und Marktschreier – er bringt auf dem Hamburger Fischmarkt kiloweise Räucheraal unters Volk. Wenn er nach Hause kommt, folgt ihm der Duft des Meeres.

„Eine elementare Erinnerung“, beschreibt Stoldt heute.

Aal-Volker fängt mit 13 Jahren an

Schon mit 13 verkauft der Hamburger selbst Fisch. Alle Signale stehen auf „Marktschreier“ und „eigene Firma“. Gleichzeitig bestehen die Eltern auf Bildung: Ohne Abitur und Ingenieurs-Diplom geht der Junge ihnen nicht aus dem Haus.

Stoldts Talent für die Marktschreierei, die Orientierung auf Qualität und ein sechster Sinn fürs Betriebswirtschaftliche ergeben eine Kombination, auf die der Markt gewartet hat. Schnell hat er mehrere feste Mitarbeiter plus Saisonkräfte, dazu einige Imbisswagen. Das Unternehmen „Fischfritz“ ist schnell und für viele Jahre erfolgreich.

Doch mit dem neuen Jahrtausend kommt das Internet, gleichzeitig ändern sich Land und Leute. Aus Bonn wird Berlin, Angela Merkel wird Kanzlerin, der Strukturwandel dreht an vielen Orten den Fabriken den Saft ab. Die Leute geben nicht mehr so viel Geld aus auf der Kirmes. Viele fragen sich, was sie überhaupt auf dem Stadtfest sollen, wo es doch Video on Demand gibt?

Stoldt: „Die ganze Veranstaltungsbranche ist stark im Wandel. In den vergangenen Jahren gab es eine Entwicklung hin zu Nischen. Die Diversifikation ist extrem hoch geworden. Man muss sich seine Umsätze zusammenstückeln.“

Ein Schatten fällt auf die Umsätze

Dazu kommt: „Vor ein paar Jahren schon habe ich einen leichten Abwärtstrend bei den Umsätzen registriert“, beschreibt Volker Stoldt, „und ich bin jetzt 54. Ich hatte Bedenken, dass die Umsätze so weit schwinden, dass ich den Lebensstandard meiner Familie nicht mehr halten kann.“ Stoldts Töchter sind im Jahr 2017 genau 12 und 14 Jahre alt. „Im Moment ticken sie noch ganz anders und denken nicht daran, das Geschäft einmal zu übernehmen“, so Stoldt, „aber ich will ihnen in Zukunft wenigstens eine Option anbieten können!“

Idee für ein neues Standbein

Stoldt hat mit Fischfritz bereits zwei Geschäftsfelder; er als Marktschreier und die Fisch-Imbisswagen („Fischfritz Gourmet“) für Kirmes und Straßenfeste. Er überlegt sich ein neues, drittes Standbein: Streetfood. Aal-Volker will sein Geschäftsmodell digitalisieren – „Industrie 4.0“ für seine Linie „Fischfritz Gourmet“? Kann das funktionieren? Die neue Linie heißt: „Ankerplatz Heimathafen“. Zielgruppe: Alle, die auf Süßkartoffelpommes und Burger aus dem Streetfood-Truck stehen. Jung, hip, durchdesignt, modern.

Die alten Werkzeuge funktionieren nicht mehr

Seit Jahren hat Stoldt eine Mappe mit Fotos und Prospekten, mit denen er für Fischfritz wirbt. Doch die alten Werkzeuge funktionieren nicht mehr. Die Firmen, die „Ankerplatz Heimathafen“ etwa für eine Veranstaltung oder eine Feier buchen sollen, beißen nicht an.

„Zum Beispiel in den Agenturen“ erinnert sich Stoldt, „da sitzen Leute zwischen 20 und 35, die wollen keine Mappe lesen, die wollen klicken. Wenn man sich da nicht darstellen kann, hat man verloren. Man kommt gar nicht erst auf die Entscheider-Ebene, man wird vorher schon vom Sachbearbeiter aussortiert.“

Die Website – das Scheunentor

Was tun? Durch reinen Zufall lernen sich Volker Stoldt und Sascha Albrink, Geschäftsführer von sixclicks, kennen.

„Wir verstanden uns von Anfang an sehr gut“, beschreibt Stoldt, „und ich wollte von ihm eine Website haben. Wo ich ein kleines Fenster gesehen habe, hat Sascha ein Scheunentor gesehen.“

Stoldt wollte vor allem eine Basis haben – eine Website, mit der er klein anfangen, die er später aber auch ausbauen kann, um alles machen zu können, was im Netz und im Online-Marketing möglich ist:

Ich wollte eine digitale Schnittstelle für mein ganzes Unternehmen.

„Die haben mich gebucht, weil…“

Das Konzept geht auf, die Zugriffszahlen steigen, die Firmen-Kunden rufen an. Oder schicken eine E-Mail.

„Wir werden verändert wahrgenommen als Firma“, sagt Stoldt, „und wir können uns anders darstellen. Ein Firmen-Catering, das wir über die Website bekommen haben, ist für ein Online-Marketing-Unternehmen – die haben mich gebucht, weil ich eine gute Website habe!

„Wenn Ihr Catering so gut ist wie Ihre Website…“

Stoldt erinnert sich an eine Bemerkung seines neuen Kunden:

„Wenn Ihr Catering so gut ist wie Ihre Website, dann mache ich mir gar keine Sorgen‘, hat der Auftraggeber gesagt.“

Das war für Volker Stoldt der erste Schritt zur digitalen Existenz. Viele weitere Schritte sollen folgen:

„Wir haben uns ab 2016 einen Fünf-Jahres-Zeitraum gesetzt, um zum Beispiel bei Google hochzurutschen, um über die digitale Präsenz auch Umsätze zu generieren. 20-30 Prozent Umsatz über Digital, das ist das Ziel!

Und wer weiß, vielleicht interessiert sich der Nachwuchs später doch für eine Übernahme.

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Volker Stoldt bei der sixclicks GmbH

„20-30 Prozent Umsatz über Digital, das ist das Ziel!“

Volker Stoldt
Inhaber von Fischfritz
fischfritz.de

Volker Stoldt von Fischfritz - 20 bis 30 Prozent Umsatz über Digital, das ist das Ziel

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