Die Grundidee des Predictive SEO lautet „Heute schon an morgen denken“. Das Potenzial, das aktuelle Themen und wiederkehrende Ereignisse für die Suchmaschinenoptimierung bietet, lässt sich mit dem „vorausschauenden SEO“ optimal nutzen. In der Praxis bedeutet dies, die Nachfrage nach bestimmten Suchanfragen zu decken, noch bevor diese aktuell werden. Eine Website, die frühzeitig zu einem Thema erstellt wird, das in absehbarer Zukunft hohe Besucherzahlen verspricht, kann sich rechtzeitig in den Rankings der Suchmaschinen etablieren, und sich dort weit vorne platzieren, wenn viele Nutzer danach suchen.

Derjenige, dem es gelingt als erster hochwertigen Content zu einem bestimmten Thema anzubieten, hat gute Chancen, dass er zur Referenz auf dem jeweiligen Gebiet wird. In der Regel kann man sich dann über viele Backlinks und eine Top-Platzierung in den SERPs freuen.

Man benötigt keine hellseherischen Fähigkeiten

Generell ist es natürlich schwer bis unmöglich, Trends oder Geschehnisse vorherzusehen, doch in einigen Bereichen benötigt man keine hellseherischen Fähigkeiten, um gewisse Entwicklungen zu antizipieren. Dies gilt insbesondere für Feiertage wie Weihnachten oder Ostern, Großereignisse wie die Fußball-WM sowie die Einführung neuer Produkte. Webseitenbetreiber, die solchen Faktoren bei der Suchmaschinenoptimierung nicht früh genug Beachtung schenken, ranken bei wichtigen Keywords schlechter, wenn ein Ereignis stattfindet bzw. die Nachfrage nach einem Produkt ihren Höhepunkt erreicht.

Themengebiete, die sich für Predictive SEO eignen, sind u. a.:

  • Feiertage
  • Großereignisse
  • Jahres-/Gedenktage
  • neue Produkte oder Technologien
  • neue Filme, TV-Shows oder Bücher

Predictive SEO: frühzeitige Planung ist das A und O

Wer seine Websites bereits im Vorfeld auf Themen bzw. Suchbegriffe optimiert, die in Zukunft relevant werden, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Suchmaschinen benötigen immer eine gewisse Zeit, um eine neue Seite zu indexieren, und das Ranking einer Seite verbessert sich in der Regel schrittweise. Auch mit dem Backlink-Aufbau sollte man daher frühzeitig beginnen.

Es ist also sinnvoll, neue Seiten mehrere Monate im Voraus anzulegen und den Content gezielt auf kommende Ereignisse zu optimieren. Um den Suchmaschinen zu signalisieren, dass an der Seite gearbeitet wird, sollte man nicht vergessen, die neuangelegte Seite schon in den Wochen vor dem angepeilten Event zu aktualisieren und zu erweitern. Regelmäßige Content-Updates sind insbesondere bei zeitkritischen Suchen ein wichtiges Ranking-Kriterium.

Hohe Reichweite, wenn die Nachfrage am größten ist

Wenn beispielsweise der Betreiber eines Online-Shops weiß, dass er in absehbarer Zeit ein neues Produkt in sein Sortiment aufnimmt, sollte die entsprechende Produktseite nicht erst an dem Tag erstellt werden, ab dem dieses erhältlich ist. Vielmehr sollte die Seite angelegt und für die jeweiligen Keywords optimiert werden, sobald man von dem neuen Produkt erfährt.

Auf diese Weise erzielt man genau dann eine hohe Reichweite, wenn die Nachfrage nach dem Produkt steigt, das Verhältnis zwischen Suchvolumen und Anzahl der Suchergebnisse (hohes Suchvolumen bei verhältnismäßig geringer Konkurrenz) aber noch günstig ist.

Diese Vorgehensweise erhöht die Wahrscheinlichkeit guter Rankings und hoher Klickraten, birgt für Shop-Betreiber allerdings auch den Nachteil, dass das beworbene Produkt noch gar nicht lieferbar ist, wenn die ersten Besucher auf die Produktseite kommen. Um die potenzielle Kundschaft nicht zu enttäuschen, sollte man das neue Produkt daher zumindest beschreiben und angeben, ab wann es voraussichtlich erhältlich ist. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, dass sich die Besucher für einen Newsletter anmelden, der sie über dieses und andere Produkte auf dem Laufenden hält.

Soziale Netzwerke für Predictive SEO nutzen

Ein wichtiger Faktor beim Predictive SEO ist auch das Erzeugen sozialer Signale auf Plattformen wie Facebook, Twitter oder Google+. Der Traffic, den man beispielsweise bei einem sportlichen Großereignis über eines der großen sozialen Netzwerke generieren kann, ist enorm. Dabei geht es nicht primär darum, möglichst viele Likes oder Retweets zu bekommen, sondern zum richtigen Zeitpunkt. Das Potenzial muss nur rechtzeitig erkannt werden, um die volle Reichweite abschöpfen zu können, wenn das Ereignis sattfindet.

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