Im Online-Marketing ist aktuell immer öfter vom Personal Branding und dessen wachsender Rolle in den Suchmaschinenrankings die Rede. Deshalb möchte ich mich dem Begriff in unserem Blog erstmals grundsätzlichh widmen. Was also ist das Personal Branding? Ein Personal Brand ist – kurz gesagt – die Übertragung des Markenbegriffs mit vielen seiner Implikationen auf den Menschen dort, wo er Leistungen verkauft. Das betrifft somit Geschäftsführer und führende oder auf den Markt einflussreiche Mitarbeiter von Unternehmen, sowie Freelancer.

Reputationsmangement entwickelt Personen als Marken

Die Aufgabe des Marketings bei der Markenführung besteht – wie der Name schon andeutet – darin, die Marke eines Unternehmens oder Produktes zu entwickeln. Im Fall von Personenmarken spricht man dagegen von Reputationsmanagement. Das Online-Marketing hat beim Reputationsmanagement das Ziel, innerhalb der Gesetze des Netzes eine positive Reputation von Unternehmern oder Mitarbeitern zu entwickeln bzw. in einer Krisenkommunikation eine negative Reputation abzuwenden.

Was ist der Inhalt einer persönlichen Marke?

 

Hinter einer  Marke als Person oder eben einer Reputation im Internet verbirgt sich weit mehr als das Produkt einer hohlen Selbstvermarktung, das im Licht des Außen betrachtet lediglich schön glänzt. Im Kern der Online-Reputation steht immer der Begriff der Glaubwürdigkeit, doch speist sich dieser nicht aus dem Eindruck eines Fotoporträts, sondern aus den Äußerungen der Person als Mitglied der Wissensgesellschaft. Ein Geschäftsführer oder Mitarbeiter eines Unternehmens hat dann eine positive Reputation, wenn er sich als Autor oder Produzent von andererweitigem Content „einen Namen gemacht hat“.

Wie baut man eine Marke für eine Person im Internet auf?

 

Aus dem vorher Gesagten sollte klar geworden sein, das der Aufbau einer Reputation im Online-Marketing vor allem dadurch geschieht, dass eine Person als glaubwürdig herausgestellt wird, indem sie als Produzent von glaubwürdigen Inhalten, das heisst vor allem kompetenter Inhalte agiert. Ich sage deshalb ganz bewusst Produzenten, weil Googles Hauptinstrument zur Messung von Reputation, der Agent Rank nicht nur den Autor, sondern auch andere Beteiligte an der Content-Produktion einbezieht. Neben dem Rank-Begriff gibt es durchaus noch andere Möglichkeiten, sich der Persönlichkeitsmarke im Internet zu nähern, doch ist der Agent oder Author Rank aus Suchmaschinenoptimierer-Sicht der wichtigste.

Eine positive Reputation verbessert das Ranking

In der Einführung sprach ich von der wachsenden Rolle der Reputation auf das Ranking, also auf die Positionierung der Keywords eines Unternehmens bei Google. Aber wieso hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Die Antwort ist komplex, aber ich versuche sie kurz zu umreissen, um klar zu machen, warum Online-Marketer sich dem Begriff der Reputation überhaupt so konzentriert widmen.

Googles neue Entwicklung des Agent Rank oder Author Rank, wie es oft nicht ganz richtig heisst, ist der Versuch, sich bei der Entwicklung von Suchergebnissen möglichst nahe an der traditionellen Entwicklung von Renommees zu halten. Das zentrale Ergebnis des Verfahrens ist der Gedankengang, dass solche Inhalte bzw. Online-Seiten hochwertiger als andere sind, die von renommierten Autoren oder Produzenten zitiert, also verlinkt wurden. Das hohe Renommee dieser Personen wiederum wird durch die Zitate, also die Verlinkungen anderer Autoren und Produzenten erreicht. Das rekursive Verfahren unterstützt nicht nur den Reputationsbegriff, sondern bringt auch einen neuen und äusserst wesentlichen Faktor in die Frage der Linkwertigkeit: Der Link eines positiv gebrandeten Autors ist wesentlich höher zu bewerten als der eines weniger gebrandeten Content-Prozenten.

Selbst vielen Online-Marketern-Kollegen ist noch gar nicht ganz klar geworden, was für eine Umwälzung sich hier für den Internetmarkt andeutet.

Fazit

Die Frage der Online-Reputation wird sich in der Zukunft – wie ich hoffentlich anschaulich darstellen konnte – als eine der Kernaufgaben des Online-Marketings herauskristallisieren. Da die Vermittlung kompetenter Inhalte in Online-Medien ein wichtiges Instrument zum Aufbau der Online-Reputation darstellt, dürften viele Unternehmen feststellen, dass die entsprechende Positionierung von Geschäftsführern und Mitarbeitern nunmehr von vorrangigem Marketinginteresse ist.

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