Mit diesen 5 Tipps verbessern Sie die Datenqualität in Google Analytics

Wer wichtige Geschäftsentscheidungen trifft, sollte diese nicht aus einem Bauchgefühl heraus, sondern auf der Basis qualitativ hochwertiger Daten treffen. Die Qualität von Daten ist in allen Arbeitsbereichen eines Unternehmens von hoher Bedeutung.

Einfluss auf das Reporting von Daten

Die Grundvoraussetzung um Berichte erstellen zu können ist die Nutzung verschiedener Daten aus unterschiedlichen Datenquellen. Reports dienen als unterstützende Hilfe für wichtige Entscheidungen.

Hierbei ist es ausschlaggebend, genügend Daten zum Analysieren zu haben, um diese anschließend in einem Report zusammenzustellen.

Es spielt eine große Rolle, ob und wie man die richtigen Daten im Hinblick auf sein Ziel filtert und/oder ausrichtet.

Doch viel wichtiger ist, dass die Qualität und Echtheit der Daten in den Berichten stimmt. Denn nur eine hohe Datenqualität gewährleistet einen Bericht, der zur Entscheidungsgrundlage genutzt werden kann.

Internen Traffic bzw. eigenen Traffic ausschließen

Als Internen Traffic bezeichnet man jenen Traffic, den Sie und Ihr Team auf Ihrer Webseite verursachen, z.B. für Optimierungszwecke, Crashtests, Designanpassungen etc.

Webseitenbetreiber möchten auswerten können, wie sich Nutzer auf der Webseite verhalten und dadurch möglicherweise Trafficmuster erkennen. Das ist ein grundlegender Teil der Webanalyse.

Das Entscheidende ist jedoch, dass die Daten, die man analysiert, nicht verfälscht werden, sondern qualitativ hochwertig und „echt“ sind.  Nur dann sollten zielorientierte Maßnahmen zur Optimierung hergeleitet werden.

Aus diesem Grund sollten Sie den internen Traffic auf Ihrer Website, der die Daten der gesamten Webanalyse verfälschen würde, in Ihrem Webanalyse Tool herausfiltern.

Doch wie kann man internen Traffic in Google Analytics filtern?

Tipp 1: Deaktivierungs-Add-On von Google Analytics

Mit dem Add-On für Chrome oder Firefox  bietet Google seinen Usern eine Option für das „Nicht-Sammeln Ihrer Daten“. Wenn Sie dieses Add-On benutzen, werden die durch Ihren interen Traffic entstandenden Daten nicht gesammelt und somit innerhalb Ihrer Webanalyse mit Google Analytics nicht berücksichtigt.

Tipp 2: IP-Adressenfilter erstellen

  1. Neuen Filter in Analytics erstellen
  2. Filtertyp: Vordefiniert
  3. Filtertyp ausschließen: Ausschließen
  4. Quelle oder Ziel auswählen: Zugriffe über IP-Adressen
  5. Ausdruck wählen: „geeigneter Ausdruck“ (B. Exclude ME)
  6. IP-Adresse: „Ihre IP-Adresse eingeben“

Ip Adresse in Google Analytics filtern

Mit demselben Verfahren können auch IPv6-Adressen und Subnetze von IP-Adressen gefiltert werden.

Tipp 3: Referrals bestimmter Domains filtern

Wenn ein Unternehmen über eine bestimmte URL auf die eigene Webseite zugreift, um beispielsweise Tests oder Verbesserungen zu vollziehen, will man diesen erzeugten Traffic natürlich nicht in seinem Referral-Traffic haben, sondern am liebsten gar nicht als Traffic in Analytics berücksichtigen. Dieses Verfahren kann auch bei Spam-Traffic verwendet werden.

Als Referral-Traffic bezeichnet Google Besucher auf Ihrer Webseite, die nicht von einer Suchmaschine, sondern beispielsweise von einer anderen Webseite über einen Hyperlink kommen.

  1. Neuen Filter Erstellen
  2. Filtertyp: Vordefiniert oder Benutzerdefiniert
  3. Filtertyp auswählen: Ausschließen
  4. Filterfeld: Kampagnenquelle
  5. Filtermuster: *die auszuschließende Domain* eingeben

Filter für eingene Domain in Google Analytics einrichten

Tipp 4: Internen mobilen Traffic filtern – geht das?

In Google Analytics selbst ist dies nicht möglich. Ich habe aber einen kleinen Workaround für Sie, mit dem Sie den internen Traffic für Mobilgeräte ausschließen können:

  1. Erstellen Sie mit dem Google-URL-Builder eine Kampagne für Ihre Startseite mit dem Kampagnennamen „Unternehmenshandys“.
  2. Teilen Sie allen Mitarbeitern in Ihrem Unternehmen mit, dass diese ein Lesezeichen auf ihren Mobilgeräten mit der Kampagnen-URL anlegen sollen.
  3. Ausschluss-Filter für „Unternehmenshandys“ in Analytics setzen

Direct Traffic

Im Allgemeinen wird der Direct Traffic als ein Direktzugriff auf eine Webseite durch das Eingeben der URL oder durch das Klicken eines Lesezeichens definiert.

Allerdings gibt es auch noch andere Möglichkeiten für Direct Traffic, wie z.B. Links aus E-Mails, aus Dokumenten oder Zugriffe aus mobilen Apps. Der Begriff Direct Traffic bezeichnet also jeglichen Traffic, den man keinem spezifischen Referrer zuordnen kann.

Als Referrer-Traffic werden Nutzer bezeichnet, die über eine fremde Webseite per Verlinkung auf die eigene Webseite gekommen sind.

Tipp 5: Direct Traffic richtig zuordnen

Um weniger unbekannte Direct Links zu generieren, gibt es die Möglichkeit, Parameter-URLs zu verwenden. Diese können mit dem Google-URL-Builder erstellt werden. Hiermit können Sie extra Links für Ihre verschiedenen Kampagnen erstellen. Beispielsweise können sie dann tracken, wie viele der angezeigten Direct-Traffic-User über eine PDF-Datei oder eine Broschüre auf Ihre Seite gelenkt wurden. Für das Tracken der User, die über mobile Apps kommen, gibt es ein zusätzliches Tool.


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