Die Konkurrenz überholen

Wer sich unbeliebt machen will, der bestellt in einer Kneipe in Köln mal ein Pils. Dann zieht der Kellner die Augenbrauen in die Höhe und näselt: “Pils haben wir hier nicht.” Ist man dem Kellner sympathisch, folgt der Tipp: “Ein Kölsch können sie haben.”

Mit den Worten ist das so eine Sache. Was in Deutschland ein ordinärer “Pfannkuchen” ist, nennt man in Österreich einen “Palatschinken”. Die “Schlagsahne” wird zum “Schlagobers”.

Die richtigen Keywords sind entscheidend für gelungenes SEO

So ähnlich verhält es sich mit Suchmaschinen-Keywords. Jeder weiß, dass die eigene Seite im Internet nur gefunden wird, wenn man die Wörter benutzt, die auch ein Suchender eintippen würde. Ein Touristik-Unternehmen würde also damit rechnen, dass nach “Hochzeitsreise Island” gesucht wird. Vielleicht auch noch nach “Flitterwochen Island”.

Aber “Honeymoon Island”? Geben Suchende aus Deutschland wirklich den englischen Begriff ein? Kaum vorstellbar.

Mit der Wettbewerbsanalyse finden wir die schlagenden SEO-Keywords

Wie so oft übertrifft die Realität das Vorstellbare. In dem Fall des Reisebüros wurde laut unserer Wettbewerbsanalyse “Honeymoon Island” mehr als zehn Mal so häufig gesucht wie “Hochzeitsreise Island” und immerhin noch sieben Mal so oft wie “Flitterwochen Island”. Es lohnt sich, bei den Keywords für das eigene Business genauer hinzugucken – oft eine Voraussetzung für gelungene Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Dabei ist es gar nicht so leicht, so zu denken wie die Suchenden. Ein bisschen liegt das an dem Unterschied zwischen Fachleuten und Laien. Der Fachmann blickt ganz anders auf sein Business als der Kunde.

Beispiel: Ist es jetzt eine “Ringschraube”, eine “Gerüstschraube” oder doch ein “Augbolzen”? Fachleute kennen das: Ein- und dasselbe Objekt hat je nach Landstrich andere Bezeichnungen. Deshalb heißt das “Bürgermeisterstück” vom Rind ja anderorts auch “Pastorenstück”.

Konkurrenzanalyse zeigt oft neue, treffende Schlagwörter auf

Die Wettbewerbsanalyse bei einem Onlineshop für Gerüste lieferte Überraschendes zutage: “Gerüstschraube”, “Augbolzen” und “Ringschraube” sind drei unterschiedliche Worte für ein und dasselbe Ding. “Augbolzen” wird rund 6,4 Mal so oft als Suchbegriff benutzt wie “Gerüstschraube”; “Ringschraube” dagegen wird 58 Mal so oft benutzt.

Fazit: Ohne Wettbewerbsanalyse fehlen oft die entscheidenden Keywords, mit denen man im Ranking leicht den Mitbewerber überholen kann.

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