View-through-Conversion

Als Conversion wird im Online-Marketing der Prozess bezeichnet, in dem ein Nutzer eine konkrete Handlung vornimmt, die vom Unternehmen innerhalb einer Kampagne als Zielvorgabe definiert wurde. Diese Ziele können unterschiedlich festgelegt werden, z. B. das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder ein abgeschlossener Bestellvorgang. Am bekanntesten ist die sogenannte Klick-Conversion. Hier gelangt der Besucher über den Klick auf eine Anzeige direkt auf die Webseite. Es können aber auch Conversions erfasst werden, ohne dass ein Klick auf eine Anzeige erfolgt ist. In dem Falle spricht man von einer View-through-Conversion.

ablauf einer view through conversion
Ablauf einer View-through-Conversion

Erfassen einer View-through-Conversion

Die Erfassung einer View-through-Conversion erfolgt über die Speicherung eines Cookies. Dabei handelt es sich um eine Texteinheit die auf dem Rechner des Nutzers gespeichert wird und Interaktionsdaten erfasst. Dem Nutzer wird hier über ein Werbenetzwerk ein Banner angezeigt. Wenn dieser Nutzer nun innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die gewünschte Handlung auf der Seite des Werbetreibenden ausführt (Kauf eines Produktes, Ausfüllen eines Kontaktformulars, etc.), kann das ebenfalls als Conversion erfasst werden, auch wenn er nicht auf die Anzeige geklickt hat. Für eine View-through-Conversion genügt es, dass dem Nutzer eine Werbung angezeigt wurde. Dies kann wichtig sein, um die Effektivität einer Marketing-Kampagne besser beurteilen zu können. Denn Anzeigenbanner können einen Einfluss auf das Nutzerverhalten haben, auch wenn sie nicht angeklickt worden sind.

Ablauf einer View-through-Conversion

Wie eine solche View-through-Conversion gewertet wird, lässt sich individuell festlegen. So kann der Werbetreibende für sich definieren, dass er eine solche Conversion nur zur Hälfte als Erfolg der Kampagne zuschreibt, da ein direkter Zusammenhang zwischen Anzeigenschaltung und Conversion nicht durch einen Klick nachgewiesen werden konnte. Mit der Nutzung von Web-Analysetools (wie z.B. Google Analytics) lassen sich flexible Zuordnungsmodelle für die Wertung einer solchen Conversions festgelegen, z.B. in Abhängigkeit von der Zeit, die zwischen Impression und ausgeführter Conversion verstrichen ist. Die Höhe dieser Zuordnungen lassen sich frei definieren und an die Erfordernisse der Praxis anpassen.