Wie Google im offiziellen Google Maps Blog bekannt gegeben hat, wurde ein URL-Shortener dem Menü hinzugefügt. Das mag auf den ersten Blick nur wie eine Kleinigkeit wirken, bietet KMU´s aber ganz neue Möglichkeiten, um die eigene Google Places Seite zu verbessern. Die Funktion des URL-Shorteners ist nicht viel anders, wie man es von anderen Portalen wie beispielsweise bitly kennt. Ausnahme ist, dass sich Googles URL-Shortener nur für Google eigene Seiten nutzen lässt. Für KMU´s bedeutet das, dass keine zwei oder drei Zeilen langen URLs mehr zur eigenen Places Seite zeigen. Das macht den Link für Marketingzwecke und Eigenwerbung nutzbar, da er sich auch nicht ändert.

Wo der URL-Shortener zu finden ist

Auf den Google Maps Seiten findet man, egal ob im eingeloggten oder ausgeloggten Zustand drei Symbole. Drucken, Senden und Link. Mit einem Klick auf Link (Punkt 1, Bild 1) öffnet sich ein neues kleines Fenster.

Screenshot Google Linkshortener

(Bild 1)

Als Nutzer der Seite wird nun die lange URL zur gewählten Google Places Seite angezeigt.

Die lange URL war für Marketingzwecke und das pushen der eigenen Places Seite ungeeignet.

Setzen Sie nun einen Haken in der Checkbox neben der „Kurze URL“ steht, (Punkt1, Bild 2) so wird eine deutlich kürzere URL ausgegeben. Die URL´s die von Google erstellt werden, haben immer den gleichen Aufbau:

http://g.co/maps/ Ihre URL zum Profil

Die URL zur Google Places Seite besteht immer aus einer Buchstaben – Zahlenkombination.

(Bild 2)

Nachdem der Hacken gesetzt wurde, wird die URL direkt verkürzt dargestellt. (Bild 3)

(BILD 3)

Kurze URL´s zu Ihrer Google Places Seite zum Marketing nutzen

Die nun entstandene URL ist vielfältig einsetzbar. Ein Aufdruck auf die Visitenkarte oder einen Flyer mit dem Hinweis Ihr Unternehmen zu bewerten, hat Einfluss auf das Places Ranking, da dadurch dei Wahrscheinlickeit gegeben ist, dass Ihre Seite bewertet wird. Verwenden Sie die kurze URL in E-Mail- oder Forensignaturen mit einem Hinweis auf Ihr Unternehmen. Auch Linkbuildingmaßnahmen sind eine Möglichkeit, durch die neue kurze URL, langfristig die Places Seite zu verbessern.

Zwar wird laut dem Eintrag Disallow: /maps/places in der robots.txt von Google derzeit ein Places bzw. Maps Link für die Indexierung ausgeschlossen, jedoch bin ich der Meinung, dass durch den Redirect (301 er) die Links eine relevanter Faktor für ein Ranking sind.

Mit einer kurzen URL´s Unterstützen sie mit wenig Aufwand Ihre Google Places Seite. Verschwenden Sie keine Potenziale. Bei Fragen dazu wie die Optimierung mithilfe der kurzen Google URL´s aussehen kann, kommen Sie gerne auf mich zu.

5 Antworten zu “Googles URL-Shortener weckt neue Potenziale”

  1. Hallo Mike,

    Mich würde interessieren wie Du zu dieser Aussage gelangst:

    „…jedoch bin ich der Meinung, dass durch den Redirect (301 er) die Links eine relevanter Faktor für ein Ranking sind.“

    Es ist doch vollkommen egal ob da ein direkter Link oder ein 301 Redirect auf eine URL verweist, die nicht gecrawled werden darf. Wenn die Robots.txt vorschreibt, dass eine URL bbzw. ein Verzeichnis nicht gecrawled werden darf, dann indexiert Google auch nicht die URLs in diesem Verzeichnis (es gibt schräge Ausnahmen, die sind aber nicht repräsentativ).

    Google ranked Google Places Seiten nicht wie herkömmliche Websites – es ist ein hermetisch abgeschlossenes System, dass nichts mit dem normalen Ranking zu tun hat und allenfalls bei den hybriden, lokalen Misch-Ergebnissen zur Misch-Kalkulation der Rankings als sekundäres Signal herangezogen wird.

    Womit ich Dir jedoch Recht geben möchte – und darum macht es doch Sinn ein wenig Linkbuilding für die Google Places Seite zu betreiben – ist der Punkt der neuen Marketing-Möglichkeiten mit der neuen Short-URL und v.a. der Aspekt, dass man beim Linkbuilding sicher an der einen oder anderen Stelle eine „Citation“ a.k.a. „Firmennennung“ aufbauen kann.

    Vollständige Adress- und Kontaktinformationen inklusive der Firmenbezeichnung auf relevanten Websites tragen nämlich dazu bei, sozusagen als „Links des lokalen Webs“, das Ranking bei Google PLaces positiv zu beeinflussen…

    Gruß,
    Sebastian

    • Hey Sebastian,
      vielen Dank für dein Feedback und deinen Denkanstoß.

      Es ist doch vollkommen egal ob da ein direkter Link oder ein 301 Redirect auf eine URL verweist, die nicht gecrawled werden darf.

      Das ist so nicht ganz richtig. Die Linkpower der Linkgebenden Seite wird mit einem Faktor <10% weitergegeben. Bei einer direkten Verlinkung zu voller Power.

      Wenn die Robots.txt vorschreibt, dass eine URL bbzw. ein Verzeichnis nicht gecrawled werden darf, dann indexiert Google auch nicht die URLs in diesem Verzeichnis (es gibt schräge Ausnahmen, die sind aber nicht repräsentativ).

      Das spielt in diesem Fall auch keine Rolle, da der Linksaft auf die Zielseite weitergegeben wird. Das gilt generell so, unabhängig von Places. Der URL Shortener nimmt somit nur die Funktion eines Gateways ein.

      Google ranked Google Places Seiten nicht wie herkömmliche Websites… und v.a. der Aspekt, dass man beim Linkbuilding sicher an der einen oder anderen Stelle eine “Citation” a.k.a. “Firmennennung” aufbauen kann.

      Auch wenn das System deiner Meinung nach hermetisch abgeriegelt ist, so werden die Grundregeln des Linkbuilding auch für den Places Index gelten – Egal wie man die Links der Zukunft nennt: Citations, Links, Likes, Tweets, Shares, Retweets oder +1´s. Es wird immer um „Benennung“ eines „Ziels“ gehen.

  2. Hallo Mike,

    Woher stammt der Wert <10% bei einem 301 Redirect?

    Wenn selbst Matt "Nebelkerzenwerfer" Cutts anmerkt, dass ein 301 Redirect schlichtweg alles an Linkpower weitergibt und ich (auf Grundlage etlicher Tests) bei der Weiterleitung von URLs per 301 Redirect überhaupt keinen Ranking-Verlust verzeichnen kann, wo soll da was "gedämpft" sein?

    Sicher kann es sein, dass so ein 301er eine Weile in einem Dämpfungsfilter steckt, aber das gibt sich immer recht fix, wenn Google erkennt, dass der Content der Zielseite der gleiche wie vorher geblieben ist.

    Warum soll das bei einem URL-Shortener anders sein?

    Du schreibst: "… da der Linksaft auf die Zielseite weitergegeben wird"

    … aber auf welche Zielseite denn?

    Die Google Places Seite befindet sich NICHT im Google-Index. Wozu soll ich dann überhaupt "Linksaft… weitergeben" wenn die Ranking-Kriterien vollkommen andere sind und Links nur extrem marginal als Ranking-Signal ausgewertet werden?

    Schau Dir doch mal das Google-Patent zur "Location Prominence" an, dass ich hier im Blogbeitrag besprochen habe:
    http://blog.kennstdueinen.de/2011/05/location-prominence-rankingfaktoren-fur-die-lokale-suche/

    Du wirst in der US-Patentschrift sehen, dass von Links nur ein mal ganz am Rande in diesem Kontext gesprochen wird.

    Ansonsten gebe ich Dir noch mal Recht:
    Ja, egal wie man es bezeichnet, es geht im Kern darum Marketing für diese digitale Präsenz auf Google Places zu betreiben, die jedoch nur eines unter vielen digitalen Standbeinen lokaler Unternehmen im Internet darstellt… der lokale Suchmarkt ist eben fragmentierter als jeder andere Online-Branche.

    Gruß,
    Sebastian

    • Woher stammt der Wert <10% bei einem 301 Redirect?

      Innerhalb einiger Domainumzüge konnten wir feststellen, dass im Mittel ca. 10% der Rankingpower verloren gehen, wenn nach dem Umzug der Ist Status festgestellt wird. Daher ist die Aussage auf unserer Seite, dass nicht zu 100% alles weitergegeben wird. Viele Köpfe, viele Meinungen. 🙂
      Die Zielseite ist die Places Seite, und bekommt somit einen per 301er gesetzten Backlink.

      und Links nur extrem marginal als Ranking-Signal ausgewertet werden?

      Die letzten 5% innerhalb einer Optimierung sind die schwierigsten. Wir bedienen innerhalb unserer Kampagnen so viele Rankingsignale wie möglich. Bei gekürzten Links können wir dieses Signal sogar auf Kundenseite zur Optimierung der Places Seiten nutzen. Wie du ebenfalls auch betätigt hast: Der Kern des Artikels zielt auf ein sauberes Marketing für regionale Kunden ab. Dass ein „marginales“ Rankingsignal damit reinspielt kann uns doch nur freuen.
      Mike

  3. „Viele Köpfe, viele Meinungen.“ 😉

    Das Problem ist ja leider, dass man bzgl. SEO niemals eine Laborsituation herleiten kann, daher wohl die immense Spannbreite an Feinheiten, die jeder unterschiedlich bewertet.

    Vermutlich haben am Ende doch (fast) alle Recht!

    Gruß & ein schönes Wochenende Euch,
    Sebastian

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