Google Suchfunktionen im Überblick

Einfach Google Suchparameter eintippen und los? So einfach ist die Suche oft, aber leider nicht immer. Im entscheidenden Fall (Master-Arbeit, Präsentation, Abgabetermin!) verliert so mancher User den Überblick angesichts Hunderttausender sinnloser Suchergebnisse. Richtig googeln will gelernt sein.

Google ist die leistungsfähigste Suchmaschine der Welt. Und sie wird noch ein bisschen besser, wenn der Suchende nicht nur einfach wild Begriffe (Suchterme) eintippt, sondern wenn er weiß, was er tut. Wenn er weiß, wie Google in Wirklichkeit funktioniert und wie er diese Funktionen zu seinem Vorteil nutzen kann.

Beispiel: “Gewicht Kiwi” liefert Treffer zum Gewicht der Früchte. Wer aber wissen will, wie schwer der neuseeländische Vogel ist, der googelt besser “Gewicht Kiwi -Frucht”. Und siehe da, der erste Treffer: ein bis fünf Kilo werden die Vögel schwer, schreibt die Jugendabteilung einer Umweltschutz-Organisation.

Hilfreich, nützlich, lustig: einige der weniger bekannte Google-Features

  • Google spielt:
    Schon mal nach dem Begriff “Solitaire” gegoogelt? Vorsicht, könnte sich zum Zeitfresser entwickeln. “tictactoe” ist auch so ein Fall. Einer der Höhepunkte: Das Halloween-Special 2016, in dem der Spieler eine zaubernde Katze vor Geistern retten muss.
  • Google grunzt
    Wie macht das Schaf? Oder das Schwein? Einfach “what sound does a pig make” googeln und Tiergeräusche anhören.
  • Quelle zu einem Bild finden
    Google kann ein Foto oder ein Bild analysieren und das Netz nach Webseiten absuchen, die genau dieses (oder ähnliche) Foto benutzen. Das ist nicht nur für Fotografen interessant, deren Bilder vielleicht ohne Erlaubnis genutzt werden, sondern auch für Privatpersonen. Dazu einfach die Google-Bildersuche aufrufen und auf das Kamera-Symbol im Suchfeld klicken.
  • Lizenzfreie Bilder finden
    Wer ein Blog betreibt, kennt die entnervende Suche nach Bildern. Darf man das Foto jetzt benutzen oder nicht? Die Google-Bildersuche lässt sich so einstellen, dass sie nur Fotos liefert, die für die Wiederverwendung freigegeben sind, sogar zur kommerziellen Wiederverwendung.
  • Google rechnet
    Kein Taschenrechner parat? Einfach die Berechnung ins Suchfeld eingeben, wie z.B. 13*768, $300 in €, Umrechnung von Zahlensystemen, Umrechnung von anderen Einheiten wie etwa Temperatur (Fahrenheit in Celsius etwa oder Kilometer in Meilen) oder gar die grafische Darstellung von komplexen mathematischen Funktionen.
  • Google antwortet selbst
    Oft reicht es, die richtigen Google Suchparameter einzugeben, um eine Antwort auf einfache Fragen zu erhalten. Google antwortet selbst, und der Nutzer muss gar keinen Link in der Trefferliste anklicken. Das klappt beispielsweise beim Wetter. Auch das Nachschlagen im Wörterbuch wird zunehmend überflüssig. Diese Funkrion nennt Google Instant Answers.

Für Fortgeschrittene: Google Suchparameter

Achtung, jetzt wird’s ein wenig nerdig. Jetzt kommen die sogenannten Google Suchparameter. Das Beispiel mit dem Kiwi-Vogel hat gezeigt, dass der Nutzer Begriffe aus der Suche ausschließen kann. Motto: Zeig’ mir alle Kiwis, aber lass’ das Obst weg. Ausschließen klappt mit dem Suchparameter “” , indem der Nutzer ein einfaches Minus vor den auszuschließenden Begriff setzt.

Noch interessanter wird es mit anderen Methoden, die die Suchergebnisse eingrenzen. Denn es ist ja selten das Problem, dass Google etwas gar nicht findet. Oft ist der eine richtige Treffer ja unter Hunderttausenden falscher Treffer begraben. Nehmen wir an, jemand sucht nach Blogs, die etwas über Hochzeiten schreiben. Das geht mit dem Suchparameter “inurl:”. Dieser gibt nur Treffer aus, in deren Adresse ein bestimmtes Wort vorkommt. Beispiel: “inurl:blog Hochzeit”.

Durchsuchen einer kompletten Seite

Nachrichtenportale haben oft eine Suchfunktion. Was aber, wenn ein Anbieter mal keine hat? Google macht das schon: Mit dem Suchparameter “site:” verhält es sich ähnlich wie mit “inurl:”. Do lässt sich etwa herausfinden, was Spiegel Online schon alles über Jan Böhmermann geschrieben hat oder was Greenpeace über Plutonium weiß.

Wie hieß das nochmal…? Google Suchparameter füllen Lücken

Keanu Reeves kennt jeder. Der Vorname ist ziemlich selten, aber gibt es denn noch andere Prominente mit dem gleichen Vornamen? Gibt es. Der Google Suchparameter “*”, das Sternchen, kann Gedächtnislücken füllen, etwa bei Smalltalk-Klassikern wie “Wie hieß noch gleich der Schriftsteller Irving mit Vornamen?”.

Google kennt den Kurs – und übersetzt

Dass Google Währungen umrechnen kann, ist kein Geheimnis. Die Suchmaschine kennt aber auch aktuelle Kurse von Aktien oder anderen Finanzprodukten, man kann die Daten aufrufen, indem man einfach nach dem betreffenden Produkt sucht. So ähnlich funktioniert auch der Google-Übersetzer.

Richtig harte Suchprobleme

Manche Google-Suche liefert Hunderttausende von Fehl-Treffern. Das Gesuchte ist vielleicht dabei, aber unter dem Ausschuss begraben. In diesen Fällen hilft es, drei Minuten Gehirnarbeit zu investieren. Die meisten Menschen, die das Gewünschte schlecht finden, probieren zu viel rum und geben genervt auf. Ihnen passiert das nicht, denn Sie nehmen die Hände von der Tastatur und denken ein paar Minuten nach, ohne zu tippen.

Hören Sie auf, nach den Begriffen zu suchen, die Sie für relevant halten. Suchen Sie stattdessen nach den Begriffen, die die Experten benutzen würden, die über Ihr Thema schreiben. Je exakter und spezifischer diese Begriffe sind, desto besser. Dafür brauchen Sie vielleicht selbst etwas Expertenwissen – lesen Sie sich ein, kreisen Sie das Problem ein, und am Ende wissen Sie dann, wonach Sie Googeln müssen.

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