Bereits beim ersten Kontakt mit Bing Ads fällt auf, dass sich die SEA-Plattform von Microsoft nur marginal vom übermächtigen Konkurrenten Google Adwords unterscheidet. Das Anlegen der ersten Kampagnen gestaltete sich daher ganz einfach. Im Großen und Ganzen muss man sein Bing-Konto nur mit dem Adwords-Account verbinden – und schon stehen einem die kompletten Daten 1:1 für die Werbung in Microsofts Suchmaschine Bing zur Verfügung.

Gewöhnung an Bing Ads problemlos

In Sachen Nutzeroberfläche muss man die Unterschiede zwischen den Konkurrenten fasst mit der Lupe suchen. Als geübter Adwords-Nutzer findet man sich daher sehr schnell zurecht. Die Parameter sind grundsätzlich die gleichen, lediglich die Bezeichnungen unterscheiden sich teilweise. Analog zu Adwords kann man Keyword-, Tages- oder Monatsbudgets festlegen. Bezahlt wird nur, wenn die Anzeige tatsächlich angeklickt wird. Über die Klickpreise war ich zunächst überrascht, denn Keywords, für die bei Google Adwords mehrere Euro fällig werden, bewegen sich bei Bing Ads teilweise im einstelligen Cent-Bereich.

Geringerer Wettbewerb bei Bing

Bei genauer Betrachtung der Zahlen fällt auf, dass entscheidende Werte wie CPO und ROI bei Bing Ads häufig besser ausfallen als bei Adwords. Grund hierfür sind der gegenüber Adwords viel geringere Wettbewerb sowie die niedrigeren Zugriffszahlen. Immerhin liegt der Marktanteil von Google in Deutschland seit Jahren konstant bei über 90 %.

Der Bing-Ads-Markt ist noch lange nicht so übersättigt wie bei Adwords, wo man mit kleinem Budget häufig keine Chance mehr hat zu umkämpften Keywords gut zu ranken. Bei einer Suchanfrage auf Bing.de wird man in der Regel sehr viel eher gefunden als bei der gleichen Suchanfrage auf Google.de, wodurch die Chancen auf eine Konversion steigen.

Parallele Nutzung von Bing Ads und Adwords

Auch wenn es sich um vergleichbar kleine Beträge handelt – die Bezahlung verläuft nicht so reibungslos wie bei Adwords. Erstes kleines Hindernis war bereits das Ausfüllen der Daten für das Lastschriftverfahren. Hier findet sich bei der Rechnungsadresse nämlich kein Feld für Firmen. Das Prepaid-System von Bing-Ads ist zunächst ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Die Werbung läuft solange, bis der vorher festgelegte Betrag aufgebraucht ist. Mittlerweile haben wir uns und unsere Kunden auf diese Feinheiten eingestellt und die Abläufe im Umgang mit Bing-Konten sind eingespielt.

Fazit

Wer eine breite Masse erreichen will, kommt auch in Zukunft nicht an Adwords vorbei. Bing Ads stellt eine günstige Ergänzung zu einem ganzheitlichen Marketingmix dar. Die parallele Nutzung beider Plattformen ist schon deshalb eine Überlegung wert, weil sich die beiden Systeme kaum unterscheiden. Der zeitliche Zusatzaufwand für die Nutzung der Suchmaschinenwerbung bei BING hält sich also ebenso in Grenzen wie der finanzielle.

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