Whitepaper Download zur Optimierung der Verweildauer

Warum die eigentlichen Inhalte einer Website nicht maßgeblich für die Absprungrate verantwortlich sind

Je länger ein Nutzer auf einer Website verweilt, desto besser passt die Site zu den Absichten des Nutzers. Doch eine gute oder schlechte Absprungrate hat nicht nur etwas mit den eigentlichen Inhalten zu tun. Sondern auch viel mit Emotionen und Design. Das Auge isst mit, heißt es bekanntlich. In diesem Beitrag geht es um die vier größten Einflüsse auf die Verweildauer („Visit duration“) und wie man diese gewinnbringend für sich nutzt.

In unserem zwölfseitigen Whitepaper „Verweildauer und Absprungrate optimieren“ finden Sie diese Tipps, weitere und grundlegendere Informationen zum Thema.

Niedrige Absprungrate durch treffsichere Inhalte und zielgruppengerechtes Design

Der Weg zu hohen Besuchszeiten und damit zu einer niedrigen Absprungrate führt über die Emotionen des Lesers.

Man bekommt niemals eine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

Der Leser fühlt die Website, bevor er die Inhalte aufnehmen kann:

  • Wie schnell ist die Site?
  • Wie gut kann ich mich orientieren?
  • Kann ich schnell erfassen, worum es überhaupt geht?
  • Sind die Farben ansprechend, aber nicht zu bunt?
  • Ist zu wenig Text oder zu viel Text auf einmal zu sehen?
  • Sind die Elemente übersichtlich angeordnet oder ist die Site ein undurchdringlicher Dschungel?
  • Oder hat das Design alle Inhalte aufgefressen?

Kurz: Lohnt es sich, hier in eine hohe „time on site“ zu investieren?

Google Analytics Sitzungen erfassen Surfverhalten

Erst, wenn dieser erste Eindruck für den Leser gut ist, fängt er an, sich mit Ihren Inhalten zu beschäftigen: Nehmen wir an, jemand betreibt einen Online-Shop für Kaffee.

Er hat die besten und ausgefallensten Kaffeesorten im Angebot, und dazu noch zu einem fairen Preis. Doch der Shop lädt langsam, ist unübersichtlich und hässlich. Die User dringen also nie zu den wirklich guten Angeboten vor.

Diesen Effekt kann man sogar in Google Analytics betrachten. Google versteht eine „Sitzung“ als Gruppe von Interaktionen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auf Ihrer Website stattfinden.

Lesen Sie dazu auch unser zwölfseitiges Whitepaper „Verweildauer und Absprungrate optimieren“.

Die vier größten Einflüsse auf Sitzungsdauer und Besuchszeiten

1. Layout, Design, Ladegeschwindigkeit

Der User bewertet in Bruchteilen von Sekunden, ob er die Website ansprechend findet oder nicht. Hier gibt es einen bunten Strauß an Erkenntnissen aus der Wahrnehmungs- und Kommunikationsforschung, ein Bündel Grundsätze, das in den meisten Fällen zu einer höheren Verständlichkeit führt.

Beispielsweise ist es ratsam, nicht zu viele Informationen auf einen Blick zu zeigen und die Farben so zu wählen, dass ermüdungsfreies Lesen möglich wird.

Auch die Ladegeschwindigkeit spielt hier eine große Rolle. Die Zeit bis zum Aufbau der ersten nutzbaren Elemente ist entscheidend, auch, um die Absprungrate niedrig zu halten.

2. Nutzererfahrung

Es gibt Nutzer, die haben viel Erfahrung mit dem Internet und können schnell erfassen, worum es auf einer Website geht.

Andere sind etwas langsamer und brauchen unter Umständen einige Momente, um sich auf Websites und in Shops zurechtzufinden. Die Verweildauer hängt also auch ab von Alter, Bildungsstand und Milieu der Nutzer.

Ein Angebot an junge Performer kann eine höhere Informationsdichte aufweisen als ein Angebot an etablierte Traditionalisten ab 50 Jahren; immer mit dem Ziel, eine möglichst hohe average time on site zu erreichen.

3. Übereinstimmung von Ziel und Seitentyp

Nicht jeder Seitentyp kann jedes Ziel optimal ansteuern. Webinhalte haben unterschiedliche Ziele, wie etwa „Blogartikel lesen und kommentieren“ oder „Softwaredownload ermöglichen“.

Für das erste Ziel braucht der Nutzer mehr Zeit als für das zweite, die Besuchszeiten würden steigen. Also muss die Seite dementsprechend gestaltet sein, denn ein Softwaredownload, den der User mühsam und langfristig suchen muss, wird den User abschrecken.

Nur wenn der User gut und schnell erkennen kann, dass er auf dieser Site sein Ziel erreichen kann, kann auch die „visit duration“ steigen und damit die potenzielle Zahl an Conversions.

4. Visuelle Strukturierung

Hier gilt die Faustregel: Digitale Inhalte werden anders konsumiert als analoge Medien.

Internetnutzer überfliegen eine Seite oft, um sich Orientierung zu verschaffen.

Das spricht zunächst für eine kurze Sitzungsdauer. Die User haben ja ein Ziel, das sie auf die Site gebracht hat. Sie versuchen, möglichst schnell zu erkennen, ob die Site ihnen bei der Erreichung ihres Ziels behilflich sein kann:

  • Bekomme ich hier die Lösung für mein technisches Problem?
  • Das richtige Kochrezept?
  • Finde ich hier das richtige Spielzeug?

Bereiten Sie Ihre Site so auf, dass die User innerhalb weniger Sekunden erfassen können, in welche Richtung die Reise gehen soll.

Das sollte möglich sein, ohne dass der User Fließtext lesen muss. Das Überfliegen von Überschriften, Bildern und Grafiken sollte dem Leser genug Orientierung geben, um die average time on site zu optimieren.

Wie kann man Sitzungsdauer und Besuchszeiten noch beeinflussen? In unserem Whitepaper „Verweildauer und Absprungrate optimieren“ lesen Sie noch mehr Tipps und Basis-Informationen.

Verweildauer per Google Analytics messen – erhöhen Sie die average time on site

Wie hoch die tatsächliche view time ist, lässt sich mit Google Analytics herausfinden. Dazu benutzt Google unter anderem den Begriff „Sitzung“, was eine einfache Abfolge von Interaktionen mit der Seite ist.

Die Verweildauer in Google Analytics berechnet sich aus den Besuchern, bei denen das Google Analytics Skript mehrfach ausgeführt wurde.

Was ist eine gute Absprungrate?

Die Absprungrate (auch: Bounce Rate) misst etwas anderes als die Sitzungsdauer. Die Absprungrate ist der prozentuale Anteil der Nutzer, die nur eine Seite besucht haben und nicht mit der Site an sich interagiert haben, ihre Ausstiegsseite entspricht der Einstiegsseite.

Eine Absprungrate on 50% bedeutet also, dass jeder zweite Nutzer Ihre Startseite verlässt, ohne auf irgendeinen Link, Button oder ein anderes Element Ihrer Site zu klicken. Wie hoch die Absprungrate maximal sein darf, hängt auch vom Zweck der Website ab. Eine Landingpage für ein einzelnes Produkt darf eine hohe Absprungrate haben, komplexe, vielschichte Websites sollten auf jeden Fall unter 60 Prozent liegen, noch besser unter 35 Prozent.

Übrigens: Google Analytics Sitzungen werden standardmäßig nach 30 Minuten Inaktivität beendet. Die Zeitspanne lässt sich allerdings individuell anpassen.

Klicken Sie hier, um das zwölfseitige Whitepaper „Verweildauer und Absprungrate optimieren“ als PDF runterzuladen.

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