Google hat den Panda losgelassen und die Suchergebnisse neu gemischt. Grund genug für uns, das Thema einmal näher zu betrachten. Bei dem Panda Update handelt es sich um die Aktualisierung des Algorithmus. Ziel dieses Updates ist die Steigerung der inhaltlichen Qualität aller Suchmaschinenergebnisse. Somit wird es immer wichtiger, qualitativ hochwertigen Inhalt zu produzieren. Künftig sollte man sich eher die Frage stellen, ob das, was man dem Besucher bietet, wirklich auch das ist, was er erwartet zu finden. Das ist natürlich nichts Neues, jedoch wird es Zusehens wichtiger, dies zu beherzigen.

Schaut man sich die ersten Analysen diverser Blogs einmal etwas näher an, fällt auf, dass die meisten Webseiten bei einer negativen Entwicklung des Sichtbarkeitsindexes, bereits von Verlierern des Updates sprechen. Geht man jedoch etwas tiefer in den Details, haben viele Seiten kaum Traffic verloren (Grundlage sind hier eigene Analysen unserer Projekte und Kunden). Daraus lässt sich ableiten, dass der sogenannte Long-Tail-Bereich eher weniger betroffen ist.  Warum genau das so sein mag, ist nicht so leicht zu begründen. Wie so häufig, spielen sehr viele Faktoren, die wir zwar logisch miteinander vergleichen und verknüpfen können, jedoch auch nur ahnen können, eine Rolle.

In einer Sache bin ich mir ziemlich sicher. Das Internet – und allem voran Google – geht immer mehr die Richtung, semantisch korrekt ausgezeichneten Quellcode zu bevorzugen und einzigartige Inhalte besser in den SERPS ranken zu lassen. Semantisches Internet ist leichter crawlbar und für Algorithmen besser zu verstehen. Anhand von sogenannten Mikrodaten lässt sich jegliche Form von Inhalten beschreiben. Somit werden Inhalte auf Webseiten strukturiert. Es macht sie für Maschinen „Verständlich“ und genau das ist es, wo die Reise hingehen wird.

Die Suchmaschine muss so einfach wie möglich erkennen, worum es bei der Seite und gewissen Textausschnitten wirklich geht. Nur so kann Google den Inhalt gewissen Kategorien zuweisen. Ist die Webseite für Google erst einmal einer Kategorie zugeordnet, zum Beispiel „Kinoseite -> Harry Potter“, erkennt die Suchmaschine genau worum es geht und das es sich hierbei nicht um die Person Harry Potter oder DVD´s von Harry Potter dreht.

Dementsprechend wird diese Seite für Harry Potter DVD auch tendenziell schlechter ranken, als ein Onlineshop der DVD´s verkauft.

Ich vertrete, wie viele andere auch, die Meinung, dass das Panda Update gut gelungen ist. Die Projekte, die tatsächlich große Verluste erleiden mussten, wurden meistens zu Recht in den Ergebnissen niedriger positioniert. Qualität setzt sich durch und der uralte Spruch, den viele nicht  mehr hören können, stimmt nach wie vor:

4 Antworten zu “Das Panda Update ist zahm und lieb! Qualität setzt sich weiter durch.”

  1. Hallo und vielen Dank für den schönen Artikel!
    Das Panda-Update ist uns von seinen Auswirkungen her auch als recht zahm aufgefallen. Immerhin sind nur 6-9% aller Suchanfragen in/aus Deutschland betroffen.
    Ich denke aber auch, dass wir noch mit Nachtjustierungen rechnen können. Noch setzt sich nicht nur Qualität durch. Dennoch ist der Panda da auf einem guten Weg.
    Liebe Grüße, der Panda-Trainee

  2. Hallo,

    momentan fühlt es sich noch wie eine große Marketingaktion von Google an. Da bin ich mal auf die Nachjustierungen gespannt. Langfristig – und das ist uns doch schon seit langem bewusst – werden sich gute Inhalte immer gegen gespinnte oder überoptimierte Texte durchsetzen. Hast Du schon konkrete Tests bezüglich Mikroformate durchgeführt oder eine gute Quelle dazu im Web parat?
    Grüße aus Ludwigsburg,
    Tobias

  3. Ich als gelernter Linguist frage mich, wie ein Code die Semantik eines Textes als „hochwertig“ erkennen kann. Wie soll er erkennen, ob ich fantasievollen Unsinn unter Beimengung der passenden Keywords produziere oder inhaltlich tatsächlich in die Tiefe gehe. Oder verstehe ich etwas völlig falsch?

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