Ausblick auf eine erfolgreiche Zukunft nach einer Wettbewerbsanalyse

3 Methoden für Ihre garantiert erfolgreiche Wettbewerbsanalyse

Die Konkurrenz schläft nicht! Eine Analyse Ihrer direkten Wettbewerber bringt Sie in die vorteilhafte Position, dass Sie ihnen stets einen Schritt voraus sein können.

Eine umfassende und detaillierte Wettbewerbsanalyse ist in den meisten Fällen leider nicht kostenlos. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 3 Methoden, mit denen Sie die Performance Ihrer Konkurrenz ganz einfach selbst analysieren können. So sparen Sie die Kosten für eine vollständige Analyse und bekommen doch wichtige Kerninformationen, die Ihnen erlauben, sich gegenüber Ihren Wettbewerbern besser zu platzieren.

Inhalt:

1. Methode: Analysieren Sie Ihre Mitbewerber bei Google

Mitbewerber in den Suchmaschinen (darunter v. a. Google) sind Domains, die zu ähnlichen oder gleichen Suchanfragen wie Ihr Unternehmen in den organischen Google-Suchergebnissen ranken. Es handelt sich hierbei um Marktteilnehmer, mit denen Sie in der Regel um die gleiche Zielgruppe konkurrieren, da diese ein ähnliches Produkt- oder Dienstleistungsportfolio anbieten.

Bevor Sie den derzeitigen Ist-Zustand Ihrer Mitbewerber betrachten, ist es durchaus empfehlenswert, die zeitliche Entwicklung der Wettbewerberdomains in den Google-Suchergebnissen zu ermitteln, um beispielsweise Informationen über den historischen Markteintritt Ihrer Konkurrenten zu erhalten.

sistrix tool sichtbarkeitsindex
SISTRIX-Tool, Sichtbarkeitsindex (Screenshot)

Ein äußerst nützliches Tool zur Entwicklungs-Analyse ist SISTRIX, welches Ihnen wertvolle Daten zur Entwicklung der Sichtbarkeit einer Website liefert. Mithilfe des sogenannten Sichtbarkeitsindexes lässt sich die Position Ihrer Wettbewerber-Domains in Relation zu den Keywords, zu denen diese ranken, ermitteln. Die kostenlose Testversion des Tools finden Sie hier: https://www.sistrix.de/toolbox/sichtbarkeitsindex/

Eine weitere aussagekräftige Kennzahl für Ihre Konkurrenzanalyse ist die Anzahl indexierter Webseiten (Zur Erinnerung: Website = gesamter Internetauftritt, Webseite = Internetseite). Notieren Sie sich die Gesamtanzahl an Webseiten Ihrer Konkurrenten, die Google in seinen Index aufgenommen hat und damit theoretisch in seinen Suchergebnissen anzeigen kann.

Des Weiteren stellt das Ranking der Wettbewerber eine signifikante Kennzahl dar. Zum einen haben Sie die Möglichkeit, die TOP 10 Rankings der Konkurrenten der Gesamtanzahl ihrer Rankings gegenüberzustellen, um das prozentuale Verhältnis der beiden Dimensionen darzustellen.

Zusätzlich bietet es sich an, die Rankingverteilungen Ihrer Mitbewerber hinsichtlich der gefundenen Keywords in den Google-SERPs (SERP = Search Engine Result Page, dt.: Suchergebnisseite) zu ermitteln. Betrachten Sie hierfür die ersten 10 Seiten der Google-Ergebnisse und notieren Sie sich, wie oft ein bestimmtes Keyword auf den jeweiligen Ergebnisseiten auftaucht.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit hierbei jedoch nicht ausschließlich auf die Anzahl der Keywords, sondern auch auf deren Länge. Die Analyse sogenannter Shorthead– (kurze, oft gesuchte Begriffe) und Longtail-Keywords (spezifizierte, aus mehreren Wörtern bestehende Suchterme) lässt ebenfalls wertvolle Rückschlüsse auf die Performance der Wettbewerber zu.

wettbewerbsuebersicht balkendiagramm

Und zu guter Letzt: Backlinks. Als eines der wichtigsten Google-Ranking-Kriterien müssen die Backlinks Ihrer Mitstreiter selbstverständlich einen Platz in Ihrer Wettbewerbsanalyse erhalten. Abhängig davon, wie umfangreich Ihre Analyse letzten Endes werden soll (Wettbewerbsanalysen können nie umfangreich genug sein!), besitzen Sie mehrere Möglichkeiten in Bezug auf Backlink-Kennzahlen (sogenannte KPIs; KPI = Key Performance Indicator, dt.: Leistungskennzahl).

Folgende KPIs eignen sich zur Backlinkanalyse:

  1. Linkpopularität: Gibt die Gesamtanzahl der Verweise auf die Wettbewerber-Domain (Backlinks) an
  2. Domainpopularität: Anzahl unterschiedlicher Domains, die auf Wettbewerber-Domain verweisen
  3. Hostpopularität: Anzahl der verschiedenen Hosts, die auf die Wettbewerber-Domain verweisen
  4. IP-Popularität: Anzahl der verschiedenen IPs, die auf die Wettbewerber-Domain verweisen
  5. Netzpopularität: Anzahl der Class-C Netze, die auf die Wettbewerber-Domain verweisen
  6. DeeplinkRatio: Verteilung der Links auf die Unterseiten im Verhältnis zu den Links auf die Startseite
  7. NofollowRatio: Verteilung von Follow- und Nofollow-Links des Wettbewerbers

2. Methode: Analysieren Sie Ihre SEA-Mitbewerber

Mit SEA-Mitbewerbern (SEA = Search Engine Advertising, dt.: Suchmaschinenwerbung) sind Konkurrenten gemeint, die auf bezahlte Suchmaschinenwerbung zurückgreifen, um die Domain als Textanzeigen auf den Suchergebnisseiten zu platzieren.

Mit dem Auktionsdatenbericht stellt Google Ads für Sie ein breites Sortiment an Analysemöglichkeiten zur Verfügung, die Ihnen dabei helfen, die SEA-Performance Ihrer Konkurrenz zu beobachten und auszuwerten. Den Anfang macht die sogenannte Brand-Analyse.

Hier untersuchen Sie, ob ein Konkurrent auf Ihren Markennamen Ads-Anzeigen schaltet. Nicht selten versuchen Konkurrenten, bei Suchanfragen zu Ihrer Marke eigene Anzeigen zu schalten, um somit Ihre “sicheren Kunden” abzuwerben. Um dieses Szenario zu vermeiden, ist es für Sie außerordentlich wichtig, dass Ihre Website im Falle einer Suchanfrage zu Ihrer Marke stets als erstes Ergebnis erscheint. In Google Ads können Sie anhand des Parameters „Rate für obere Positionen“ unter dem Reiter „Anzeigengruppen“ (Auktionsdaten) erkennen, wie oft Ihre Anzeige oberhalb der organischen Suchergebnisse (also im Bereich der Google Ads Textanzeigen) geschaltet wurde.

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Brand-Analyse im Auktionsdatenbericht

Eine weitere Analysemöglichkeit mithilfe des Auktionsdatenberichtes stellt die Geräte-Analyse dar. Hier haben Sie die Möglichkeit, die bevorzugten Geräte der Zielgruppe (Computer, Smartphone, Tablet) Ihrer Konkurrenten und deren jeweilige Performance zu analysieren.

Wählen Sie hierfür unter dem Reiter “Kampagnen” (Auktionsdaten) die Schaltfläche “Segment” und anschließend den Punkt “Geräte” aus. Der Parameter “Anteil an möglichen Impressionen” gibt Ihnen nun für jedes Gerät Aufschluss über die jeweilige Performance.

Ein hoher Smartphone-Anteil lässt demnach beispielsweise eine entsprechend hohe Konversionsrate über das Gerät vermuten. In diesem Fall lohnt sich für Sie ein Blick auf die mobile Website Ihres Konkurrenten, um die Gründe für die positive Performance zu erfahren.

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Geräte-Analyse im Auktionsdatenbericht

Außerdem können Sie in Google Ads eine Zeit-Analyse Ihrer Konkurrenz durchführen. Wie auch schon bei der Geräte-Analyse wählen Sie hierfür unter dem Reiter “Kampagnen” die Schaltfläche “Segment” aus. Das Segment “Zeit” bietet Ihnen nun insgesamt 6 mögliche Zeit-Parameter an, zu denen Sie Ihre Konkurrenten bis auf den Wochentag genau analysieren können.

Dadurch erhalten Sie wertvolle Informationen darüber, zu welchen Zeiten Ihre Konkurrenz üblicherweise verstärkt in Werbung investiert. Je nachdem, ob Sie mit Ihren Wettbewerbern direkt konkurrieren oder ihnen doch lieber aus dem Weg gehen wollen, können Sie anhand dieser Daten Ihre Google Ads-Aktivitäten planen.

auktionsdatenbericht zeit analyse
: Zeit-Analyse im Auktionsdatenbericht

Zuletzt sollten Sie auch einen Blick auf die Textanzeigen Ihrer Konkurrenten werfen. Überprüfen Sie, wie Ihre Wettbewerber ihre Textanzeigen gestalten und versuchen Sie positive Elemente daraus auf Ihre Anzeigen zu übertragen. Alles zum Thema Textanzeigen und was Sie darüber wissen müssen, erfahren Sie hier: https://support.google.com/google-ads/answer/1704389?hl=de

3. Methode: Analysieren Sie den Content Ihrer Mitbewerber

Eine Content-Analyse Ihrer stärksten Mitbewerber kann unter Umständen ein äußerst aufwendiger Prozess sein. Im Gegensatz zur obigen SEA-Analyse gibt es hier keine klassischen KPIs, mit denen Sie sämtliche Konkurrenten einheitlich analysieren können. Jede konkurrierende Website bietet unterschiedlichen Content an, den es entsprechend individuell zu betrachten und zu analysieren gilt. Damit Sie den roten Faden nicht aus den Augen verlieren, können Sie sich während Ihrer Content-Analyse an folgenden Punkten orientieren:

Identifizieren Sie die Content-Formate Ihrer Konkurrenten

Die Content-Formate Ihrer Mitbewerber können sich sowohl inhaltlich als auch von Ihren Formaten her unterscheiden. Finden Sie heraus, welche Formate Ihre direkten Mitbewerber nutzen, um ihrer (und somit wahrscheinlich auch der von Ihnen anvisierten) Zielgruppe wertvollen Content zu bieten. Halten Sie Ausschau nach folgenden Formaten:

  • Infografiken
  • Videos
  • Podcasts
  • Interviews
  • Anleitungen
  • Listen
  • Gastartikel
  • Studien
  • Memes
  • Rezensionen
  • Whitepaper
  • E-Books

Nehmen Sie die Blogs Ihrer Konkurrenten unter die Lupe

Allein das Keyword “Blog” wurde zwischen 2014 und 2018 in Deutschland durchschnittlich 27.100-mal pro Monat in Google gesucht. Ein Blog ist der ideale Ort, um die Fragen der User zu beantworten und ihre Probleme zu identifizieren oder sogar zu lösen. Die Blogs Ihrer Konkurrenten spielen in Ihrer Content-Analyse eine entsprechend wichtige Rolle. Lesen Sie verschiedene Blog-Beiträge und machen Sie sich Notizen zu folgenden Fragen:

  • Über welche Themen schreiben Ihre Konkurrenten in ihren Blogs?
  • Gibt es eine Streuung hinsichtlich der Themen oder existiert ein Zusammenhang?
  • Wie stark arbeiten Ihre Wettbewerber mit Fotos und Videos in ihren Blogs?
  • Wie sprechen Ihre Konkurrenten ihre Leser an? Wie ist ihr Schreibstil?
  • Wie viele Autoren hat der jeweilige Blog?
  • In welchen Zeitintervallen veröffentlichen Ihre Konkurrenten neue Beiträge?
  • Gibt es eine Kommentar-Funktion? Wenn ja, wie ist die Resonanz bei den Lesern?

Untersuchen Sie die Social-Media-Auftritte Ihrer Konkurrenten

Noch nie war es derart einfach für Unternehmen, mit der eigenen Zielgruppe in den Dialog zu treten. Mit Social-Media Marketing können Sie mit verhältnismäßig geringem Aufwand Ihre eigene Community aufbauen und sowohl neue Kunden als auch neue Mitarbeiter gewinnen. Darüber hinaus eignen sich soziale Netzwerke ideal zur Beobachtung Ihrer Konkurrenz. Es ist nicht unüblich, dass Unternehmen beispielsweise der Facebook-Seite Ihrer direkten Konkurrenten folgen, um stets über deren Social-Media-Aktivitäten informiert zu sein. Für die Analyse Ihrer Konkurrenten im Social Media Bereich haben wir für Sie die wichtigsten Fragen zusammengefasst:

  • Auf welchen sozialen Netzwerken sind Ihre Wettbewerber aktiv?
  • Wie viele Abonnenten/Follower hat die jeweilige Seite?
  • Welche Content-Formate verwenden Ihre Konkurrenten auf Social-Media? (Infotext, Videos, Fotos etc.)
  • Wann und in welchem zeitlichen Abstand werden Beiträge gepostet? Erkennen Sie ein Muster?
  • Welche Inhalte Ihrer Konkurrenten kommen am besten an? (Anzahl der “Gefällt mir“-Angaben etc.)

Fazit

Konkurrenzanalysen sind in den seltensten Fällen ein leichtes Unterfangen. Oftmals scheuen sich Unternehmen vor dem Aufwand und geben sich mit der Position zufrieden, die sie zurzeit in ihrem Markt einnehmen. Doch die Konkurrenzanalyse ist weit mehr als nur ein bloßer Vergleich zwischen Ihnen und Ihren Wettbewerbern. Durch sie erhalten Sie wertvolle Informationen über Ihr eigenes Potenzial und sind darüber hinaus in der Lage, die aktuelle Situation Ihres Unternehmens präzise darzustellen und zu bewerten. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, Ihren Fokus stets auf Ihr Unternehmen zu halten und nicht zu viel auf Ihre Wettbewerber zu schauen. Doch hin und wieder ist es durchaus sinnvoll, die direkte Konkurrenz genauestens unter die Lupe zu nehmen, um nicht den Überblick über Ihre derzeitige Position im Wettbewerb zu verlieren und neue Ideen zu gewinnen, wie Sie Ihre Sichtbarkeit bei Google und in anderen Suchmaschinen erhöhen können.

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