Google Tool zum Entwerten eigener Backlinks erschienen

Seit dem 16.10.2012 gibt Google offiziell allen Seitenbetreibern ein Experten Tool an die Hand um Links, aus einem Linkgraphen manuell zu entwerten. Dieses Tool ist laut Aussage von Matt Cutts mit Vorsicht zu genießen, da die Wirkung von manuell entwerteten Links zu einer Domain in den Webmaster Tools schwer wieder rückgängig zu machen ist.

Die Links, die Google über dieses neue Tool übermittelt bekommt sind nach Aussage von Matt Cutts gleichzusetzen mit Links, die das NoFollow Attrribut enthalten.

In questions, Cutts said that using the tool is the same as using the “nofollow” attribute, which allows sites to link to other sites without passing ranking credit to those sites. Quelle

In einem YouTube Video stellt Cutts ganz klar dar, dass dieses Tool ein Tool für Webmaster und Seitenbetreiber ist, die ganz genau wissen was Sie wollen und bereits alle vorherigen Maßnahmen getroffen haben, Backlinks aus dem Backlinkprofil  zu entfernen.

Maßnahmen bevor die Disavow-Funktion eingesetzt werden soll:

  1. Erstellen Sie ein Backlinkaudit und definieren Sie für Ihre Domain welche Links Ihrer Meinung nach dafür verantwortlich sein könnten, Ihr Ranking in Suchmaschinen negativ zu beeinflussen.
  2. Sprechen Sie Webmaster mit der Bitte, diese Links von der Webseite zu nehmen, an.
  3. Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Links, die entfernt werden sollen und fassen ggfs. nach.
  4. Stellen Sie einen Antrag zur erneuten Überprüfung (reconsideration request) und warten Sie das Feedback seitens Google ab.
  5. Sollte der Antrag auf Überprüfung fehlschlagen, überprüfen Sie zunächst Ihr Linkprofil bevor Sie zum Disavow Linktool greifen oder senden Sie uns bei Fragen oder Problemen eine E-Mail.

Ich bin der Meinung, dass der Kampf gegen Spam weitergeht. Das neue Tool haben viele SEO- und Internetmarketingagenturen seit langem erwartet, um Kunden noch effizienter beraten und begleiten zu können. Doch was passiert mit den Domains, die in solchen Listen landen? Wer Böses denkt könnte hier wieder eine Maßnahme gefunden haben Konkurrenten so auf eine „Disavow Liste“ zu setzen, die dann seitens Google wieder überprüft werden muss.  Schafft das neue Tool nicht auch eine weitere und neue Möglichkeit auch negative Ergebnisse zu provozieren?