Suchmaschinenoptimeirung SEO

5 WordPress SEO Tipps für ein besseres Ranking bei Google

Plugins zur Optimierung von WordPress und angeblich suchmaschinenoptimierte Themes gibt es viele. Doch jedes Tool ist nur so gut wie der Nutzer, der es bedient. Bessere Rankings bei Google erhalten Sie nur, wenn Sie Optionen zur Optimierung verstehen und bewerten können. Es folgt eine Liste von 5 WordPress Tipps für Fortgeschrittene in der Suchmaschinenoptimierung + Bonus Tipp.

Quickwins: 5 WordPress SEO Tipps

Es gibt unzählige Plugins, mit denen WordPress für Suchmaschinen optimiert werden kann. Wie in so vielen Situationen im Netz sehen Webmaster den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Aber damit nicht genug. Es gibt grundlegende Maßnahmen (wir bezeichnen das bei uns in der SEO-Agentur als systemische Optimierungsoptionen oder auch Quickwins), die dem Webmaster mit wenig Aufwand viel Ärger vom Hals halten.

Die Tipps in der Übersicht zur Schnellnavigation:

  1. Archiveinstellungen setzen um den Index sauber zu halten
  2. Bildanhangseiten optimieren
  3. Duplicate Content bei Paginierung in WordPress vermeiden
  4. Marke als Suffix im Title-Tag
  5. Alt Tags bei Bildern richtig nutzen
  6. Bonus: Custim Post Types: Non Public Routes

Archiv-Einstellungen – den Google Index sauber halten

Ein sauberer und aufgeräumter Google Index zur WordPress Seite wird seitens der Suchmaschine geschätzt und auch mit besseren Rankings belohnt. Manchmal ist weniger halt mehr. WordPress erstellt folgende Archivseiten automatisch:

  • Schlagwortarchiv – Jedes Schlagwort, welches gesetzt wird, erstellt eine neue Seite im System
  • Kategoriearchiv  – Jede neue Kategorie erstellt eine neue Seite auf der Website
  • Jahresarchiv – Automatikarchiv innerhalb WordPress. Einfach die Jahreszahl an die Permalink-Einstellungen hängen. Beispiel: https://meinedomain.de/2017. Hier werden alle Artikel des Jahres in chronologischer Reihenfolge aufgelistet.
  • Monatsarchiv – Automatikarchiv in WordPress. Beispielsweise zu finden unter https://meinedomain.de/201703/. Hier werden alle Artikel des Monats chronologisch gelistet.
  • Tagesarchiv – Automatikarchiv in WordPress. Beispielsweise zu finden unter https://meinedomain.de/201703/16. Hier werden alle Artikel des einen Tages nach Veröffentlichungsdatum sortiert aufbereitet.
  • Autorenarchiv – Automatikarchiv in WordPress. Beispielsweise zu finden unter https://meinedomain.de/author/mein-autorenname. Hier werden alle Artikel des Autors nach Veröffentlichungsdatum sortiert gelistet.

WordPress Archive richtig einstellen

Die Einstellungen zu den Archiven sollten individuell je SEO Projekt eingestellt werden. Die folgenden Einstellungen werden bei uns im SEO Team standardmäßig gesetzt. Diese passen nach meiner Erfahrung zu 95% der Websites, die WordPress als CMS (Content Management System) einsetzen:

SEO Einstellungen zu WordPress Archiven

Archivseite Soll eine URL zum Archiv erstellt werden? Robots-Meta Einstellung
Schlagwortarchiv Ja Index, follow
Kategoriearchiv Ja Index, follow
Jahresarchiv Nein Noindex, follow
Monatsarchiv Nein Noindex, follow
Tagesarchiv Nein Noindex, follow
Autorenarchiv Nein Noindex, follow

Bildanhangsseiten / Attachment Pages

Jeder SEO kennt Sie: Die Bildanhangseiten. Ein WordPress Feature, welches ich schon lange gerne aus dem Code entfernt haben möchte.

Zum Hintergrund: Wenn ein Bild in eine Seite oder einen Artikel in WordPress eingepflegt wird, gibt es die Möglichkeit einzustellen, wohin der Nutzer gelangen soll, wenn er auf das Bild klickt.

Hier gibt es die Option Anhangs-Seite, die dazu führt, dass WordPress zur meiner Seite oder Blogartikel eine weitere URL erzeugt, auf der nur das Bild mit den dazugehörigen Meta-Informationen gezeigt wird.

Aus meiner Sicht: Eine Seite, die bei 99% unserer Projekte keinen Mehrwert bietet.

Darüber hinaus werden die Bildanhangsseiten auch bei Google indexiert und verwässern Ihre Suchmaschinenrankings.

Bildanhangsseiten entfernen

Bildanhangseiten deaktivieren und weiterleiten

Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten Bildanhangsseiten loszuwerden:

  1. Bei Projektstart: Wenn Sie ein Projekt haben, das gerade erst startet, kümmern Sie sich darum, dass die Bildanhangseiten von Anfang an gar nicht erst von WordPress erstellt werden. Dazu gibt es fähige Programmierer, die das einstellen können.
  2. Bei bestehenden Projekten: Briefen Sie Ihr SEO Team, dass in Zukunft die Option „Link zu: Bildanhangsseite“ im System nicht mehr ausgewählt werden soll. Zugleich kontaktieren Sie Ihren Programmierer und bitten Ihn darum, die URLs der Bildanhangsseiten auf das Elternelement mit einer 301 Weiterleitung einzurichten. Er wird wissen, was zu tun ist. 😊

Doppelte Title-Tags bei paginierten Inhalten vermeiden

Viele WordPress Themes haben die Eigenschaft, dass Sie bei paginierten Seiten die Title-Tags einfach wiederholen. Dadurch entstehen doppelte Title-Tags und somit auch Fehlermeldungen in der Google Search Console im Bereich HTML-Verbesserungen.

Um das zu verhindern, hängt man ab der zweiten Seite an den Title-Tag einfach den Suffix „- Seite X.“

Title-Tag Pattern – Marke als Suffix setzen

Wir führen täglich mehrere SEO-Audits durch. In sehr vielen Projekten sehen wir immer häufiger, dass die Marke in den Title-Tag als Präfix vor den eigentlichen Title-Tag gesetzt wird.

Dies hat zur Folge, dass die ersten Zeichen im Suchmaschinensnippet durch die Marke „blockiert“ werden und die Inhalte nach hinten geschoben werden. Unsere klare Empfehlung als Suchmaschinenoptimierer:

Marken sind wichtig. Das haben wir verstanden. Doch in einer inhaltsgetriebenen Welt und zur Befriedigung der Suchintention des Nutzers ist es notwendig, dass in den Suchmaschinensnippets die Inhalte vor die Marke gestellt werden. Setzen Sie die Brand in den Suffix Ihrer Title-Tags.

Vorher: Meine Marke im Präfix

Suchmaschinenergebnis von Google mit marke als Präfix

Nachher: Meine Marke im Präfix im Suffix

Suchmaschinenergebnis von Google mit marke als Suffix

Alt-Tag bei Bildern – Eine Aufgabe des Themes

Einer der wichtigsten Faktoren bei der Bilder-SEO neben dem Dateinamen ist der Alt-Tag.

WordPress hat standardmäßig die Eigenschaft, dass der Alt-Tag bei jeder Bildintegration nachträglich per Hand eingepflegt werden muss, obwohl es schon beim Upload eines Bildes die Möglichkeit gibt, einen Alt-tag zu definieren, der dann bei jeder Bildintegration automatisch übernommen wird.

Dieser Standardwert in der Mediathek wird in den meisten Themes aber nicht genutzt!

Stellen Sie also sicher, dass Sie nach jeder Bildintegration den Alt-Tag manuell nachtragen oder überprüfen Sie, ob Ihr WordPress Theme so angepasst werden kann, dass der Standardwert aus der Mediathek genutzt wird.

Ein weiterer Vorteil bei der Nutzung des Standardwertes: Das Rankingsignal „Konsistenz für Bilder“ wird automatisch gesetzt, da alle Integrationen eines Bildes einen konsistenten Alt-Tag haben.

Alt-Tag bei bestehenden Bildern in WordPress setzen

Bonus Tipp: Custom Post Types- non Public Routes

Und nun geht’s ins Eingemachte. Aus vielen Analysen und SEO Maßnahmen für WordPress Blogs und -Seiten wissen viele Theme-Entwickler nicht, dass individuell programmierte Custom Post Types (CPT) mit der Option Non Public Routes erstellt werden können.

Publich Routes bei Custom Post Types in WordPress aktivieren

Zum Hintergrund: Es werden individuelle CPTs für ein Projekt erstellt, um Übersichtsseiten besser zu strukturieren oder den Content-Managern die Arbeit zu vereinfachen.

Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass jeder Eintrag in einem CPT sich genauso verhält wie ein ganz normaler Blog Post oder eine WordPress Seite: Er erhält eine eigene URL, er ist von Suchmaschinen indexierbar, steht in der XML Sitemap, sofern ein Plugin dafür verwendet wird, und hat in den meisten Fällen keinen Mehrwert für den Nutzer.

Bevor der CPT ins CMS eingepflegt wird, sollte ganz klar definiert werden, ob ein Eintrag eine eigene URL benötigt und ob die Inhalte des Eintrags auch einen wirklichen Mehrwert bringen oder ob der CPT nur eine Strukturebene innerhalb des CMS ist und die Einträge aggregiert auf einzelnen Seiten angezeigt werden sollen.

Und nun: durchstarten und Ranking verbessern

Mit diesen 6 Tipps steht einem besseren Ranking Ihrer WordPress Website bei Google nichts mehr im Wege. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass eine gezielte Umsetzung der oben genannten Maßnahmen schon sehr bald zu einer Steigerung des Rankings in den Suchmaschinen führt.

Wenn Sie Rückfragen zum Artikel haben oder Hilfe bei der Umsetzung der Maßnahmen benötigen, stehen wir gerne zur Verfügung. Nutzen Sie hierzu unser Kontaktformular oder rufen Sie einfach an.



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